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BAD WIMSBACH-NEYDHARTING. Dank dem Schmiede-Teams funktioniert das Hammerwerk in der über 400 Jahre alten Hackenschmiede wieder. Der Kulturverein öffnet die Pforten des Museums am 14. Mai zum Dämmerschoppen.

  1 / 2   Tibor Stix und Josef Malfent (v.l.) haben mit viel Wissen und Arbeit wesentlich zum Funktionieren beider Schwanzhämmer beigetragen. (Foto: Kulturverein)

Das Hackenschmiedemuseum ist weithin eine Besonderheit. Das Hammerwerk in der über 400 Jahre alten noch immer in Betrieb befindlichen Schmiede läuft mit rein mechanischer Übertragung der Wasserkraft. In vielen ehrenamtlichen Stunden und mit umfangreichem Spezialwissen stellten die Schmiede jetzt die volle Funktionsfähigkeit der beiden Schwanzhämmer wieder her.

Bereits vor zehn Jahren wurde das Grindl, die Verbindungswelle zwischen Wasserrad und Schwanzhämmer, aus Eichenholz erneuert. Die massiven Kräfte die über das 4,8 Tonnen schwere Grindl aufgrund des mächtigen Wasserrades übertragen werden, haben den Lagerungen in den letzten Jahren stark zugesetzt. Im Zuge der jetzigen Generalüberholung reaktivierten die Schmiede auch den kleineren der beiden Schwanzhämmer. Selbst die ältesten Wimsbacher wissen nicht mehr, wann dieser das letzte Mal gelaufen ist.

Wichtige Informationen zur Sanierung lieferte der erste Lehrling, der in der Hackenschmiede seine Schmiedeausbildung erworben hatte. Er stattete seiner alten Wirkungsstätte genau zur richtigen Zeit wieder einmal einen Besuch ab.

Die mehrere Jahrhunderte alte Technik zu reparieren war eine Herausforderung, technische Pläne gibt es nicht. Die erforderlichen Maschinenbauteile mussten aufwändig einzeln angefertigt werden. Auch galt es tonnenschwere Gewichte auf engstem Raum zu bewegen.

Dämmerschoppen

Die gelungene Arbeit wird am Samstag, 14. Mai (ab 18 Uhr) mit einem Dämmerschoppen gefeiert. Der Kulturverein Bad Wimsbach-Neydharting als Eigentümer öffnet in der Hackenschmiede die Pforten, damit sich die Gäste von der Kraft, dem Beben und der hervorragenden Arbeit überzeugen können. Es gibt einen Festakt, Führungen und ein gemütliches Beisammensein.

Zur Geschichte

Eine erste Erwähnung der Schmiede geht auf das Jahr 1604 zurück. Seit 1968 ist der Kulturverein Eigentümer der Hackenschmiede. Regelmäßig werden Schmiedevorführungen angeboten (Infos: Gemeindeamt).


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