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GUNSKIRCHEN. Seit 2010 ist die Familie Bäck mit dem bolivianischen Mädchen Ameliz verbunden. Im Frühjahr war die 17-Jährige zum ersten Mal zu Besuch bei ihren Pateneltern in Österreich.

  1 / 2   Michaela Bäck, mit ihren Eltern Maria (2.v.l.) und Norbert Hintersteininger (r.), ihrem Mann Wolfgang (Mitte), ihrem Sohn Raphael und ihrem Patenkind Ameliz. (Foto: M. Bäck)

Ameliz lebt im Alalay-Kinderdorf in La Paz in Bolivien. Sie stammt aus schwierigen Verhältnissen und als sie fünf Jahre alt war, hat Michaela Bäck aus Gunskirchen über den Verein Alalay die Patenschaft für das Mächen übernommen. „Mir war es ein Anliegen, ein Kind zu unterstützen und auch eine Beziehung zu diesem Kind aufzubauen. Mit dem Verein Alalay ist das auch aus der Ferne möglich“, erzählt die 50-jährige Gunskirchnerin. Über viele Jahre wurden Briefe geschrieben, per Skype telefoniert und Weihnachtsgeschenke verschickt. „So entstand eine Beziehung und wir als Pateneltern waren immer am Laufenden über die Entwicklung von Ameliz“, fügt Michaela Bäck hinzu.

Nach zwölfjähriger Begleitung aus der Ferne hat Ameliz ihre Patenfamilie in Österreich im Frühjahr zum ersten Mal für zwei Wochen besucht. Hilfe bei der Organisation der Reise gab es vom Verein. „Es war ja nicht so leicht, das Visum zu bekommen“, erzählt Bäck.

Österreich kennengelernt

Mit Ameliz wurde viel unternommen, das Mädchen konnte nicht nur die gesamte große Familie kennenlernen, sondern auch Wien, Linz und Salzburg und Ausflugsziele wie den Zoo Schmiding besuchen. „Was für uns sehr prägend war, ist, dass Menschen wie Ameliz aus finanzieller Sicht viel ärmer sind, allerdings einen größeren Reichtum in sich tragen. Ameliz in unserer Familie zu erleben war für uns eine riesige Bereicherung. Oft wurden wir mit der Frage konfrontiert: Macht es Sinn, einem Menschen aus der Armut den Reichtum hier zu zeigen? Aber ein Blick in Ameliz Augen und ihr herzlicher Umgang bestätigen uns bei unserer Patenschaft“, findet die Gunskirchnerin viele rührende Worte für ihre Patentochter.

Ameliz ist jetzt 17 Jahre alt. Bald wird sie ihre Matura machen. Die Familie Bäck will sie unterstützen, solange sie sie braucht. Die junge Bolivianerin interessiert sich für den Gesundheitsbereich, gemeinsam mit Alalay will man ihr helfen, dass sie in diesem Bereich beruflich tätig sein kann.

Weitere Pateneltern gesucht

Der Verein Alalay Austria wurde 1995 von Walter Witzany und der Bolivianerin Cecilia Baldivieso de Witzany gegründet. Ziel ist es, das Schicksal von Kindern, die auf der Straße leben, zu verändern und ihnen eine Chance auf ein besseres Leben zu geben. Unter anderem gelingt dies durch österreichische Pateneltern. Patenschaften sind nun durch die Auswirkungen der Pandemie gefragter denn je.

Der Jahresbeitrag von 330 Euro ist steuerlich absetzbar. Mehr Infos: www.alalay.at


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