Erste-Hilfe-Kurse retten Leben
KRENGLBACH. Im Ernstfall zu wissen, wie man helfen kann, rettet Leben. Diese Erfahrung haben auch Ronald Kopecny und Andreas Neubacher aus Krenglbach gemacht, als Kopecny einen Herz-Kreislauf-Stillstand erlitt. Das Rote Kreuz appelliert an alle, das Erste-Hilfe-Kursangebot anzunehmen, das ab 26. September oberösterreichweit startet.

An einem Sommerabend im Juli nach dem Feuerwehrtraining fühlt sich der 43-Jährige kraftlos, seine Hände schlafen andauernd ein. Kopecny ruht sich aus, aber sein Zustand verschlechtert sich auf einmal drastisch und er erleidet einen Herz-Kreislauf-Stillstand. Sein Schwager Andreas Neubacher beginnt sofort mit der Herzdruckmassage, während dessen Frau Marlene den nächstgelegenen Defibrillator holt. „Sofort packten wir den Defi aus und begannen mit den Wiederbelebungsmaßnahmen. Es ging um Leben und Tod.“
Ins Leben zurückgeholt
Sie setzten die Rettungskette in Kraft und beim Eintreffen der Rettungskräfte zeigte der 43-jährige Krenglbacher bereits wieder erste Lebenszeichen. Nach fünf Maßnahmen mit dem Defibrillator kehrte seine gesunde Hautfarbe und Körperspannung langsam wieder zurück, seine Atemfunktion setzte wieder ein. „Erste Hilfe rettete mein Leben. Im Ernstfall zählt oft - wie man sieht - jede Sekunde“ bedankt sich der Gerettete. Die Retter Andreas und Marlene Neubach sind bereits seit Jahren im Rettungsdienst tätig und wussten, was zu tun ist. In den Erste-Hilfe-Kursen wird dieses Wissen weitervermittelt und auch der Umgang mit Defibrillatoren ist Teil des Kursprogramms.
Das Kursangebot
Noch immer sterben Menschen, weil Erste Hilfe zu spät einsetzt oder die Angst besteht, Fehler zu machen. „Nichts zu tun ist das Einzige, was Menschen im Notfall falsch machen können“, so Walter Aichinger, Präsident des Oberösterreichischen Roten Kreuzes (OÖRK). Ein Erste-Hilfe-Kurs nimmt die Angst und gibt Sicherheit, im Ernstfall handeln zu können. Ab 26. September startet das OÖRK flächendeckende Erste-Hilfe Kurse an seinen Dienststellen. Neben den Anfängerkursen finden auch Auffrischungskurse sowie Spezialkurse, beispielsweise für Säuglinge, statt. Das Rote Kreuz empfiehlt, alle vier Jahre einen Auffrischungskurs zu besuchen. Bei der Hälfte der Oberösterreicher liegt der letzte Erste-Hilfe-Kurs zehn Jahre oder mehr zurück. Das wirke sich laut Aichinger auch auf die Fähigkeit aus, rasch und richtig helfen zu können.


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