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Weihnachtswelt ohne Heizstrahler: „Man kann ja auch eine Daunenjacke anziehen“

Gerald Nowak, 19.09.2022 14:36

WELS. Generell wird es am Weihnachtsmarkt keine Heizschwammerl geben: „Man kann ja auch eine Daunenjacke anziehen“, meint FP-Bürgermeister Andreas Rabl. Bei der Beleuchtung und auch beim Eislaufplatz wird es keine Abstriche geben

Beleuchtung bleibt am Ledererturm (Foto: Tips)
Beleuchtung bleibt am Ledererturm (Foto: Tips)

Der Lichterpfad bleibt bestehen. Der Ledererturm wird ebenso wieder hell erstrahlen. „Für die 700.000 Lichtpunkte entstehen aufgrund der extrem energiesparenden LED-Lichter nur Stromkosten von insgesamt 2.500 Euro, die Beleuchtung eine Stunde früher abzuschalten, macht keinen Sinn“, so Rabl. Der Verzicht auf die Heizstrahler bei den Ständen bringe erheblich mehr. Was die Gastronomie anbelangt, wird es Gespräche geben, ob auch hier auf die Heizschwammerl verzichtet werden muss.

Wo aber früher abgedreht wird, ist die Beleuchtung bei öffentlichen Gebäuden, wie eben bei Ledererturm, Medienkulturhaus, Brunnen oder Kirchen. Da ist um 23 Uhr Schluss. Auch das Flutlicht bei der Pumptrack-Anlage wird nicht mehr eingeschaltet.

Bei den Preisen setzt man nur die übliche Index-Anpassung an, so der Bürgermeister. Sonst gibt es keine Einschränkungen: „Das Hallenbad wird mit Fernwärme beheizt. Das ist unser Glück“, meint der Stadtchef. Generell sieht Rabl in der Fernwärme den größten Vorteil von Wels gegenüber anderen Kommunen. Die Abwärme der Welser Abfallverwertungsanlage (WAV) wird genutzt. Die meisten öffentlichen Gebäude werden dadurch versorgt. Das bringt wohl weniger Erhöhungen. Im Gegensatz zu anderen Städten ist hier eine Preisanpassung für die Fernwärme von nur 6,9 Prozent geplant, verspricht der Bürgermeister. Die Fernwärme-Offensive im Norden der Stadt wird fortgesetzt. Das Klinikum, Kaserne und weitere Wohngegenden werden angeschlossen.

Einer Änderung der Raumtemperaturen erteilt Rabl eine Abfuhr: „Die Mindesttemperaturen sind gesetzlich vorgeschrieben. Die von Ministerin Gewessler vorgeschlagenen 19 Grad liegen unter den Vorgaben. Hier begehen wir einen Gesetzesbruch, wenn wir das machen.“ Er setzt auf Bewusstseinsbildung bei den Mitarbeitern im Magistrat.

Viele Maßnahmen umgesetzt

FP-Bau- und Wohnstadtrat Ralph Schäfer führt aus, dass in der Stadt bereits viele energieeffiziente Maßnahmen umgesetzt wurden: Gebäude in Niedrigst-Energiebauweise, thermische Sanierungen und noch einiges mehr. Den Weg wird man konsequent weitergehen auch bei der LED-Offensive.


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