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WELS/WELS-LAND. 1.395 Personen, die in Wels oder in einer Gemeinde in Wels-Land leben, sind im Vorjahr aus der Katholischen Kirche ausgetreten. Deutlich mehr als im Jahr zuvor. Oberösterreichweit waren es über 16.500.

Eine Messe im Mariendom in Linz. Wie in ganz Oberösterreich ist auch die Zahl der Kirchenaustritt im Raum Wels gestiegen. (Foto: Jack Haijes)

Bei rund 1,5 Millionen Einwohnern hat Oberösterreich mit Jahresende etwas über 898.000 Katholiken. 16.505 Oberösterreicher sind im Vorjahr aus der Katholischen Kirche ausgetreten. 2021 waren es noch 12.865 Personen. 760 Personen traten wieder ein und 16 konvertierten aus einem anderen Glauben zum Katholizismus. Es haben aber auch 146 Personen ihre Austrittserklärung in Antwort auf einen Brief von Bischof Manfred Scheuer widerrufen.

Zahlen für den Raum Wels

Auch Zahlen zu Wels und Wels-Land liegen vor. Mit Stichtag 1. Jänner gab es insgesamt 66.610 Katholiken in der Region.

Aufgrund der amtlichen Kompetenz-Fusion gibt es nur eine Zahl für die Stadt und die Wels-Land-Gemeinden gemeinsam. Auch im Raum Wels ist mit 1.395 die Zahl der Austritte aus der Katholischen Kirche gestiegen. 2021 waren es noch 1.176 Personen. 72 Menschen sind wieder eingetreten (2021 waren es 99).

Kirche kann wertvolle Unterstützung leisten

„Natürlich schmerzen die hohen Austrittszahlen und geben uns zu denken. Die Gründe für einen Kirchenaustritt sind jedoch recht vielschichtig und betreffen sowohl gesellschaftliche als auch kirchliche Problemstellungen. Im letzten Jahr waren wohl auch die massiven Teuerungen bei den Lebenshaltungskosten ein letzter Anlass dazu, die Gemeinschaft der Kirche offiziell zu verlassen. Im Hintergrund einer Entscheidung für die Erklärung des Kirchenaustritts stehen mitunter Ärger, Entfremdung und Kränkungen, mitunter aber auch Enttäuschung über kirchliche Entwicklungen oder Gleichgültigkeit. Viele haben oft nur wenige, eher punktuelle Berührungspunkte mit der Kirche, etwa bei volkskirchlichen Festen oder den familiären Feiern von Taufe, Erstkommunion, Firmung, Trauung oder Begräbnis“, sagt dazu Bischof Manfred Scheuer.

Die Zahlung der Kirchenbeiträge und die Teuerung sind die eine Sache. Die Kirche bietet aber auch materielle und immaterielle Unterstützung an, ergänzt der Bischof und verweist auf die zahlreichen Hilfsangebote der Caritas. Für Menschen in Not haben auch die Welser Pfarren immer eine Möglichkeit für eine rasche Hilfe. „Die Katholische Kirche in Oberösterreich will und kann durch die Solidarität zahlreicher Menschen in vielerlei Hinsicht Hilfe anbieten, um das Nötigste an materieller und immaterieller Unterstützung zu ermöglichen. Es geht da um die unmittelbare finanzielle Nothilfe genauso wie um Beratung, Begleitung und Seelsorge“, fügt der Bischof hinzu.


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Antworten
Josef J.
Josef J.
13.01.2023 19:13

Kirchenaustritt

Gut so sollten noch mehr werden auch werde Austreten


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