„Headlights“: So klingt Gunskirchen
GUNSKIRCHEN/ALLERHEILIGEN. Den Scheinwerfer auf verschiedene Facetten die Gemeinde Gunskirchen gerichtet hat der Komponist Thomas Asanger mit „Headlights“.

Zum 1.200 Jahr-Jubiläum der ersten urkundlichen Erwähnung, das man 2020 hätte feiern wollen, konnte etwas für Gunskirchen geschaffen werden, das noch lange über das Jubiläum hinaus Bestand haben wird: die Vertonung des Ortes in einem eigenen, neuen Blasmusik-Werk. Mit zwei Jahren coronabedingter Verspätung wurde das Stück im Rahmen des Herbstkonzertes der Musikkapelle uraufgeführt. In wenigen Wochen wird es zur Konzertwertung nochmals gespielt.
Thomas Asanger hat „Headlights“ geschrieben, eine symphonische Dichtung in fünf Sätzen, welche die Gemeinde Gunskirchen in ihrer Geschichte und Gegenwart musikalisch beschreiben will. Dabei werden Scheinwerfer („Headlights“) auf bestimmte Themen gerichtet.
Das Werk behandelt die Bronze- und Römerzeit (erster Satz), die Adelssitze im 18. und 19. Jahrhundert (zweiter Satz), den Zweiten Weltkrieg und die NS-Zeit (dritter Satz), den wirtschaftlichen Aufschwung und die Entwicklung zu einer Wohn- und Industriegemeinde (vierter Satz). Zum großen Finale erklingt Gunskirchen als Ort der Begegnung, des Vereinswesens und der Geselligkeit (fünfter Satz).
„Auf uns zugeschnitten“
„Wir wollten zum 120-Jahr-Jubiläum der Gemeinde etwas Besonderes und ein Auftragswerk haben wir in dieser Form noch nie vergeben“, erzählt Kapellmeister Christoph Kaindlstorfer . „Das schöne an diesem Werk ist, dass es speziell auf uns Gunskirchner zugeschnitten ist, es passt zum Potenzial das wir im Orchester haben“, erzählt Kaindlstorfer was ihm am Werk so gut gefällt. Teile des Stückes sind nämlich durchaus anspruchsvoll.
Gast bei der Uraufführung
Um etwas mehr von Gunskirchen zu erfahren, hat sich der Komponist nicht nur ins Heimatbuch vertieft, sondern auch die Gunskirchner Gastlichkeit genossen. Zur Uraufführung ist der Mühlviertler nach Gunskirchen gekommen: „Man hat gemerkt, die Musiker haben die Probenarbeit sehr ernst genommen“.
Thomas Asanger lebt in Allerheiligen im Mühlviertel. Der 32-Jährige ist neben seiner Tätigkeit als Komponist auch Dirigent und Pädagoge, er leitet die Landesmusikschule Garsten. Im Blasmusikverband ist er als Kapellmeister (Stadtkapelle Perg), Bezirkskapellmeister-Stellvertreter, Landeskapellmeister-Stellvertreter und Juror aktiv. Seit er 16 Jahre alt ist komponiert er, mit 18 wurde sein erstes Werk verlegt.
Das Auftragswerk hat die Marktgemeinde dem Musikverein zum Geschenk gemacht. Es wird bald im Verlag Tierolff veröffentlicht und kann dann auch von anderen Orchestern gespielt werden, worauf Komponist und Auftraggeber nun hoffen.


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