Schinninger spürt einen Ruck bei den Akteuren: Lösungen bei Ärztemangel rücken näher
WELS. „Wenn man so will, sehe ich vorsichtig optimistisch in die Zukunft“, erklärt SP-Vizebürgermeister Klaus Schinninger nach vielen Gesprächen rund um das Thema Ärztemangel.

Der hausärztliche Notdienst ist zumindest für dieses Jahr gerettet. Allgemein- und Sportmediziner Ronald Ecker ist ein Pionier in Sachen Primärversorgungszentrum. Seine Einrichtung in Marchtrenk gehörte zu den ersten in Österreich. Er hilft bei der Suche nach jungen Medizinern, die gemeinsam so ein PVZ aufziehen wollen. Die Stadt unterstützt, wo sie kann und hat bereits mehrere Standorte, aber auch mögliche Anwärter. „Offensichtlich ist nach dem von der Stadt initiierten Gesundheitsgipfel ein Ruck durch die maßgeblichen Akteure des Welser Gesundheitswesens gegangen. Endlich wird konstruktiv miteinander geredet und gemeinsam nach möglichen Wegen gesucht. Ich bin guten Mutes, dass es zu den Themen PVZ und Kassen-Allgemeinmediziner zeitnahe Lösungen geben wird. Die Stadt Wels unterstützt hier wie gesagt in jeglicher Hinsicht!“, verspricht Schinninger.
Doch es warten noch viele Details, die es abzuklären gilt. Denn einfach, ein PVZ zu eröffnen, ist es nicht. Aber die Gespräche gehen weiter: „Wir haben derzeit eine Generation von Ärzten am Start, die ihre Angebote danach aussucht, wo am meisten geboten wird. Deshalb braucht es Überzeugungsarbeit und Kreativität, damit wir auch in Zukunft keine Probleme mit der ärztlichen Versorgung für die Welser bekommen“, legt FP-Bürgermeister Andreas Rabl nach. Gemeinsam mit Vertreterinnen der ÖGK (Österreichische Gesundheitskasse), der Bezirksärztevertreterin Dr. Isabelle Natorski und eben Ronald Ecker arbeitet die Stadt intensiv an raschen Lösungen. Das bedeutet derzeit viel Rekrutieren und Besprechungen mit möglichen Kandidaten. Vier Stellen für praktische Ärzte sind derzeit unbesetzt.


Kommentare sind nur für eingeloggte User verfügbar.
Jetzt anmelden