Klimabündnisschule: BRG Wels kämpft fürs Radfahren
WELS. Das BRG Wallererstraße hat das Projekt „Meet and Bike“ angekurbelt, um mehr Schüler zum Radfahren zu bewegen. Für dieses Engagement wurde das Wallerergym schon mehrfach ausgezeichnet und jetzt auch zur Klimabündnis-Schule ernannt.

Sich in der Früh auf das Fahrrad schwingen, mit Freunden treffen und dann gemeinsam zur Schule fahren, das wäre im Hinblick auf Klima, Verkehrsaufkommen, aber auch Gesundheit und Fitness die ideale Art und Weise, den Schulweg zu bewältigen. Seit 2019 werben die Lehrer Herbert Meschuh und Hannes Müller deshalb intensiv für „Meet&Bike“ und haben im WRG Wels und seit Kurzem auch in der VS5, der HBLW und der HAK1 Mitstreiter gefunden.
Nachhaltigkeits-Preis
Bei einem Fahrradsicherheitstag im BRG wurde den Kindern der ersten Klassen zum Schulschluss das Radfahren noch einmal schmackhaft gemacht und Sicherheitstipps gegeben. Das BRG Wallererstraße durfte bei dieser Gelegenheit auch die Klimabündnis-Tafel in Empfang nehmen. „Wir sind sehr stolz, wenn Kindergärten und Schulen dazukommen, weil es braucht junge, mutige Menschen, die aus der Krise eine Chance machen“, freut sich Norbert Rainer vom Klimabündnis OÖ bei der Übergabe.
Bereits zuvor wurde das vom BRG produzierte Video „Worauf warten wir noch?“ zum Thema nachhaltige Mobilität im Rahmen des Kreativwettbewerbs des Bildungsministeriums zum Thema „Projekt Europa 2022/23: Nachhaltig – gemeinsam morgen formen“ mit einem Preis in der Höhe von 500 Euro prämiert.
Einchecken mit dem Radhelm
Und die Ideen gehen den engagierten radelnden Pädagogen nicht aus. Bald startet beim Schülereingang im Wallerergym die „Bike Line“. „Mit dem Radhelm können die Kinder einchecken und sehen mittels Chip, wieviel Kilometer sie gefahren sind, wie viele Höhenmeter oder wer der Schlechtwetter-Gott ist“, erklärt Initiator Meschuh. Challenges mit kleinen Preisen sollen einen Anreiz auch für die bieten, die weiter weg wohnen. „Wir wollen auf jeden Fall bis 2030 dranbleiben, weil die Stadt Wels bis dahin den Radverkehr verdoppeln will“, so Meschuh, der wie seine Kollegen hofft, dass nicht nur ge- und versprochen wird, sondern bald auch gehandelt wird, denn: „Die Infrastruktur vor allem für kleine Verkehrsteilnehmer ist nicht optimal.“
Critical Mass vor dem Rathaus am 5. Juli
Mit einem Treffen vieler Radler am Mittwoch, 5. Juli, 18 Uhr beim Rathaus will man im Sinne einer „Critial Mass“ an die Forderung für eine bessere Radinfrastruktur in Wels erinnern.


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