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WELS. Auf je einen Zebrastreifen auf der B137, der Welser Osttangente, und auf der Hans-Sachs-Straße haben sich Montagfrüh elf Mitglieder der „Letzten Generation“ geklebt.

Auch auf der Hans-Sachs-Straße klebten die Mitglieder der "Letzten Generation". (Foto: GePaltinger)
  1 / 7   Auch auf der Hans-Sachs-Straße klebten die Mitglieder der "Letzten Generation". (Foto: GePaltinger)

„Wir rasen in die Klimahölle. Runter vom Gas“ oder „Hört auf den Klimarat. Und wenn die Regierung keinen Platz?“ war auf den Transparenten der „Letzten Generation“ zu lesen. Zwei Hauptverkehrsrouten - den Kreuzungsbereich Hans-Sachs-Straße mit der B137 (Welser Osttangente) - haben elf Klimaaktivisten der „Letzten Generation“ blockiert. Sie haben sich auf zwei Zebrastreifen geklebt. Im morgendlichen Berufsverkehr, ab 7.45 Uhr, waren die Fahrspuren nicht mehr passierbar.

„Wir haben nicht mehr viel Zeit um die Katastrophe abzuwenden. Die Regierung setzt keine Maßnahmen“, erklärte der festgeklebte Maximilian aus Vöcklabruck, dass sie nicht mehr wissen würden, wie sie sich sonst Gehör verschaffen sollen. Spaß machen würde ihm das auch nicht, fügte der 26-jährige Student hinzu. Schon 15 Mal habe er sich in als Klimaaktivist in verschiedenen Städten auf die Straße geklebt.

Sein Mitstreiter Florian, ein 39-jähriger kaufmännischer Angestellter aus Wels-Land, pflichtet ihm voll und ganz bei. Der Familienvater will nicht mehr akzeptieren, dass die Regierung die Klimakrise nicht als Krise ansehe und fügt hinzu: „Unsere Demos werden konsequent ignoriert. Es ist momentan unsere einzige Möglichkeit. Die Krise kommt auch zu uns“. Vor allem „die Untätigkeit der Regierung“ ist es, was ihn so empört, er könne nicht mehr zuschauen, erklärt er.

Empörte Autofahrer

Für Unverständnis und Unmut sorgte die Aktion bei den Autofahrern, viele stiegen aus ihren Fahrzeugen aus um die Aktion aus nächster Nähe zu sehen. „Ich muss mein Geschäft aufsperren“, wetterte einer. „Den Kleber habe ich bezahlt“, meinte ein anderer. „Das bringt doch keinem was“, sagte eine Autofahrerin.

„Das glaubt mir sonst meine Chefin nicht“, meinte ein junger Mann der den Protest filmte. Außer dass ein empörter Autofahrer den Demonstranten ein Transparent entriss, verlief die Aktion ruhig. Es bildete sich aber erheblicher Stau.

Die Polizei war mit zahlreichen Beamten nach wenigen Minuten vor Ort. Mit Lösungsmitteln entfernten die Beamten den Klebstoff an der Hand jedes einzelnen und trugen die Demonstranten von der Straße. Nach einer knappen Stunde waren alle Aktivisten von den Straßen entfernt und der Verkehr konnte wieder freigegeben werden. Schon vorher mussten einige Autofahrer an der Osttangente wenden und wurden auf die B1 umgeleitet.

Unverständnis seitens der Welser Politik

Vizebürgermeister und Sicherheitsreferent Gerhard Kroiß (FP) war ebenfalls vor Ort. Er zeigte kein Verständnis für die Aktion und bedankte sich bei der Polizei für das rasche aber ruhige Eingreifen. „Wie in anderen Städten auch sind vor allem die auf ihr Auto angewiesenen Berufstätigen und Pendler die Leidtragenden solcher Aktionen. Darüber hinaus stellen diese Blockaden ein nicht zu verantwortendes Sicherheitsrisiko dar, da die Straßen auch für Einsatzfahrzeuge unpassierbar werden“, erklärte Kroiß in seiner Stellungnahme.

Unverständnis zeigte auch der Welser Klimastadtrat Thomas Rammerstorfer (Grüne): „Wir können die Bevölkerung nicht mitnehmen, wenn sie im Stau steht“, erklärte er in seiner ersten Aussendung: „Die Ziele seien absolut legitim, mit den Methoden erreiche man aber bestenfalls nichts, möglicherweise aber auch das Gegenteil. In der politischen Kommunikation sind die Aktionen ein Fiasko, wie alle Meinungsumfragen zeigen“, fügte er hinzu. Für Gespräche sei er aber immer bereit.

„Der Zweck heiligt nicht die Mittel. Die Klimakleber erweisen all jenen, die sich für das Klima und die Zukunft unserer nächsten Generationen stark machen, einen Bärendienst. Denn wenn Berufstätige und Familien in der Früh unnötig im Stau stehen und ihnen wertvolle Zeit geraubt wird, erzeugt man nur Gegenwehr und kein Verständnis“, ist auch Stadtrat Martin Oberndorfer (VP) der Meinung.

Für 21. September (19 Uhr) hat die „Letzte Generation“ im Pfarrheim St. Franziskus ein Krisengespräch (Diskussion mit Vortrag) angekündigt.


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Lotte R.
Lotte R.
07.09.2023 03:08

Letzte Generation

Klimaaktivisten,es ist einfach nicht nötig das zu machen. Durch diese Problematik ändert sich gar nichts. Im Gegenteil die Leute müssen zur Arbeit und ärgern sich weil sie nicht weiter kommen. Diese Klimaaktivisten sollten besser arbeiten gehen damit sie Geld verdienen und merken das ohne Arbeit eigentlich nichts geht und das solche Aktionen keinen Erfolg bringen, nur ständige Unruhen. Wenn diese Aktivisten von der Bundesregierung etwas wollen dann können sie ja mit der Bundesregierung einen Termin vereinbaren und Lösungen suchen. Solange sie nur auf der Straße sitzen und sich ankleben wird sich nichts ändern.