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WELS. Sechs Kassenstellen für Hausärzte sind derzeit nicht besetzt. Die Suche läuft, doch bis dato hat sich niemand gemeldet. Gleichzeitig verzweifeln viele Menschen, weil sie keinen Allgemeinmediziner finden.

Vzbgm. Klaus Schinninger und LR Michael Lindner (beide SP). (Foto: SPÖ)
Vzbgm. Klaus Schinninger und LR Michael Lindner (beide SP). (Foto: SPÖ)

Auch wenn es mit der Praxis-Eröffnung Johanna Danieliuk im Kompetenzcenter Gesundheit St. Stephan und mit einer Versorgungseinheit im Klinikum eine leichte Entspannung gegeben hat, ist die Situation angespannt. Sechs Kassenstellen sind unbesetzt. Die Stadt nimmt Geld in die Hand, um die Ansiedlung von Ärzten oder eines Primarversorgungszentrum zu fördern: „Aber bis dato haben sich noch keine zwei oder drei Ärzte gefunden“, erklärt der SP-Vizebürgermeister Klaus Schinninger. Bei einer Info-Veranstaltung gab es durchaus Interesse. Dr. Ronald Ecker - PVZ Marchtrenk - machte ebenfalls Lobbying bei den Kollegen.

Aber es gab keine positiven Nachrichten. Dabei wären geeignete Objekte vorhanden, beispielsweise im der Pernau, wo ein Investor auf dem Areals des ehemaligen Feuerwehrhauses ein Gebäude errichten will. Es gibt aber auch Platz in St. Stephan oder in der „Nordination - Gesundheitszentrum Nord“ in der Oberfeldstraße, wo Schinninger gemeinsam mit SP-Landesrat Michael Lindner unterwegs war, um auf die Initiative „Gesundheit kann nicht warten“ aufmerksam zu machen. Lindner fordert unter anderem, dass Impfungen auch in Apotheken möglich sein müssen. Patienten sollen auch kostenfrei Wahlärzte aufsuchen können, falls in der Region kein Kassenarzt vorhanden ist. „Es braucht mehr Ausbildungsplätze für Medizinstudenten“, ist Lindner überzeugt. Dazu kommen Mindestöffnungszeiten für Wahlärzte und Teilnahme am E-card System.


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