Suche


Weitere Angebote

Sociale Medien

Kontakt

BUCHKIRCHEN/HOCHSCHARTEN. Im Linzer Musiktheater begeistert seit September das Musical „School of Rock“. Mit dabei ist der 13-jährige Buchkirchner Leo Kurowski. Es ist sein erstes Engagement vor einem derart großen Publikum – und er liebt es!

  1 / 3   Der junge Buchkirchner Leo Kurowski (2.v.l.) steht seit September im Musical „School of Rock“ im Linzer Musiktheater auf der Bühne. Trotz großen Probeaufwandes genießt er jede Minute. (Foto: Tina Gerstmair)

Leo Kurowski ist die Liebe zur Bühne in die Wiege gelegt. Opa Stefan Kurowski hat das Theater Phönix mitgegründet, Papa Gerald ist Lichtdesigner am Theater und macht selbst Musik. „Von daher ist mir das eigentlich alles vertraut“, erzählt der Schüler an der Linzer Adalbert Stifter-Mittelschule. „Singen tue ich, seit ich sprechen kann“, ist Leo überzeugt. „Vor allem bei Peter Fox hab ich scheinbar immer laut mitgesungen und später halt dann auch bei englischen Liedern“, erzählt der 13-Jährige. Mit sechs Jahren hat er kurzzeitig Klavierunterricht, spielt aber seither nur mehr nach Gehör. „Mit sieben hab ich mit meinem Opa einen Song auf YouTube veröffentlicht – aber der ist mittlerweile wieder gelöscht, weil er mir dann irgendwie peinlich war“, gesteht Leo.

Gar nicht peinlich sein muss ihm sein Auftritt in „School of Rock“. Schon in der Schule hat der junge Buchkirchner begeistert im Musical mitgespielt und als ihm seine Cousine, die manchmal im Musiktheater arbeitet, vom Casting erzählt, meldet er sich an.

250 Kinder bewerben sich für die 14 Rollen für jugendliche Darsteller, die jeweils doppelt besetzt werden. Leo muss für das Casting einen Text und ein Lied vorbereiten. Vor Ort wird noch 30 Minuten lang eine Choreographie einstudiert, die dann vorgetanzt werden muss. „Beim ersten Mal haben sie mich genommen, obwohl ich nicht so gut getanzt habe“, ist Leo selbstkritisch. Es folgt ein zweites Casting. „Und danach war ich dann schon ein bisserl traurig, weil ich dachte, sie haben mich nicht genommen, weil die Nachricht erst nach einer Woche gekommen ist. Da hab ich schon gar nicht mehr damit gerechnet“, ist der Musik-Fan erleichtert und nach zahleichen Vorstellungen noch immer richtig glücklich. „Das war die beste Entscheidung, die ich bis jetzt in meinem Leben getroffen habe! Das ist es, was ich auch in Zukunft machen möchte“, ist Leo happy.

Großer Probenaufwand

Nichtsdestotrotz ist so ein Engagement am Linzer Musiktheater auch in einer kleineren Rolle anspruchsvoll. Im März begannen die musikalischen, im Juni die szenischen Proben. Anfangs wurde ein Mal pro Woche geprobt, später dann fünf bis sechs Mal und oft auch am Wochenende, aber manchmal darf man dafür auch früher von der Schule weg – obwohl die vielen Termine neben dem Lernen und gerade in der Schularbeitenzeit schon sehr anstrengend sind.

„Die Proben waren voll lustig. Da hab ich die Leute richtig gut kennengelernt, die ich jetzt so mag“, freut sich Leo sehr, zwei tolle neue Freunde gefunden zu haben. Vor dem ersten Auftritt sind natürlich alle nervös. „Alle waren sehr aufgeregt. Es waren so viele Leute da. Wir haben wirklich gezittert“, erinnert er sich an die Vorpremiere vor einem mit 1.060 Plätzen ausverkauften Saal. Mittlerweile ist alles schon ein bisschen zur Routine geworden. „Und es passieren kaum Fehler“, betont Leo. Bei insgesamt 14 Aufführungen kommt Leo als „Mason“ zum Einsatz. Mason ist ein schüchterner Junge, mehr der Techniker und Nerd und hat einmal auch eine Solopassage. „Und ein Mal bin ich sogar zwei Minuten ganz alleine mit der Direktorin auf der Bühne“, erzählt der junge Musicaldarsteller stolz – denn das bereitet ihm mittlerweile mehr Freude als Aufregung: „Ich werde schauen, wenn sie wieder Kinder brauchen, dass ich mich anmelde. Es ist eine super Erfahrung für mich und das werde ich nie vergessen in meinem Leben.“


Kommentare sind nur für eingeloggte User verfügbar.

Jetzt anmelden