Sattledt ist mit großen Schritten Richtung Energie-Zukunft unterwegs
SATTLEDT. Nach vier Jahren intensiver Bauzeit ist das Projekt Ortszentrum weitgehend abgeschlossen und Bürgermeister Gerhard Huber legt den Fokus nun voll auf die Energie.

Als letzte Maßnahmen des Jahrhundertprojekts sind die Tiefgarage unter dem Gemeindezentrum mit 45 Stellplätzen und die Parkanlage fertig geworden. „Und die Bevölkerung ist schwer begeistert“, ist der Bürgermeister froh, dass sich die anfänglichen Bedenken vieler Bürger völlig zerstreut haben. Befürchtet wurde, dass durch die neuen modernen Bauwerke die Kirche „untergeht“. „Aber das Gegenteil ist passiert. Durch einen Geländesprung steht die Kirche höher und wurde eigentlich aufgewertet. „Wir haben durch die Bank positive Rückmeldungen. Wir sind sehr zufrieden und das gilt auch für die Fraktionen, die alle an einem Strang gezogen haben“, ist Huber dankbar und will den Abschluss 2025 auch gebührend feiern.
2025 wird gefeiert
Von 27. bis 29. Juni gibt es Festtage, bei denen die Sattledter Vereine und Künstler mitmachen, aber auch alle Volksgruppen (an die 40 verschiedene gibt es in der Marktgemeinde) eingeladen sind, sich zu präsentieren. Die Freiwillige Feuerwehr wird in diesem Rahmen auch ihr 125-Jahr-Jubiläum feiern.
Photovoltaik-Offensive
Bis es allerdings so weit ist, will sich die Marktgemeinde voll auf das Thema Energie konzentrieren. Einer, der sich stark damit beschäftigt, ist Vizebürgermeister Gerald Lindinger, der Huber in der laufenden Periode als Ortschef nachfolgen wird. Zum einen gibt es eine PV-Offensive. Volks- und Mittelschule, Bauhof, ASZ und der ATSV-Tribünentrakt bekommen neue PV-Anlagen. Feuerwehr, Mittelschule und Kommunalgebäude werden außerdem mit Speichern ausgestattet und die beiden letzteren werden auch Leuchtturmprojekte für Blackout-Szenarien. „Hier können wir dann drei Tage lang 120 Personen autark versorgen“, erklärt Lindinger, dass sich diese Gebäude wegen der Küchen und Sanitäranlagen und der vorhandenen Matten dafür anbieten.
Ziel: Stromersparnis
Um den Überstrom gut zu nutzen, hat man mit der Raiffeisen Energie OÖ eine Genossenschaft gegründet. „Viele Leute melden sich schon an“, berichtet Huber, der einen guten Mix aus Anbietern und Abnehmern finden möchte. „Wir möchten unseren Strom auch regional handeln. Damit wird sicher keiner reich, aber ein Haushalt kann sich schon zwei bis 300 Euro pro Jahr sparen“, erklärt der Bürgermeister. Die Marktgemeinde selbst zahlt Miete für die 400 kWp-PV-Anlage und hat das Nutzungsrecht für den Strom. „Wir können ihn selber nutzen, an die Bürger weitergeben oder einspeichern“, so Huber. „Wir werden uns damit 40.000 Euro Stromkosten sparen und haben Erlöse aus dem Stromverkauf. Ab dem 16. Jahr zahlen wir nur mehr die Betriebskosten“, ist Lindinger zufrieden mit dem Konzept.
Ein weiterer Schritt in eine nachhaltige Energiezukunft ist der Ausbau der Nahwärme. Die Gleichenfeier für das große Heizwerk der Nahwärme Vorchdorf hat bereits stattgefunden. Eine massive Netzerweiterung 2025 macht das neue Blockheizkraftwerk nötig.


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