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In Gunskirchen wird der Befreiung des KZ-Nebenlagers gedacht 

Mag. Ingrid Oberndorfer, 05.05.2026 14:47

GUNSKIRCHEN. Gleich drei Veranstaltungen erinnern in den nächsten Tagen an die Befreiung des KZ Nebenlagers Gunskirchen im Mai 1945. 

Shaul Spielmann kehrt mit zwei Filmemachern an den Ort zurück, an dem er 1945 aus dem KZ-Außenlager befreit wurde. (Foto: Hochstöger)

Den Auftakt macht ein Gedenkkonzert. Pianistin Katja Bielefeld, Flötistin Margit Eilmannsberger Sprecherin Ingeborg Aigner präsentieren am Freitag, 8. Mai, 19.30 Uhr in der Musikschule Gunskirchen das Stück „Die Musik hat mich gerettet“ über Alice Herz-Sommer. Die Pianistin überlebte das KZ-Theresienstadt vorwiegend durch die Kraft ihrer Musik, die sie bei vielen Konzerten im KZ darbot. 

Walk of Solidarity

Tags darauf lädt die Welser Initiative gegen Faschismus am Samstag, 9. Mai, 10 Uhr zum Gedenken an die Befreiung des KZ-Nebenlagers Gunskirchen. Unter Mitwirkung der Mittelschule und der Landesmusikschule Gunskirchen sowie der Singkreise Edt und Gunskirchen wird beim KZ-Denkmal an der B1 ein Kranz niedergelegt. 10.15 Uhr „Walk of solidarity“ und 10.45 Uhr Gedenken am ehemaligen KZ-Friedhof. Redner sind Schauspieler Cornelius Obonya, György Frisch und Willi Mernyi.

Gedenken im Kino: „Nur der Wald ist geblieben“

Die Gedenkinitiative Gunskirchen-Edt und das Programmkino Wels zeigen am Mittwoch, 13. Mai 2026, 19 Uhr, im Veranstaltungszentrum Komedt in Edt bei Lambach die Österreich-Premiere des 2025 gedrehten Films „Nur der Wald ist geblieben“. Im Anschluss gibt es ein  Gespräch mit den Regisseuren Hans Seebacher und Tobias Hochstöger. 

Zum Inhalt: Shaul Spielmann wurde 1931 in Wien geboren und überlebte als Kind und Jugendlicher die Konzentrationslager Theresienstadt, Auschwitz und das KZ-Außenlager Gunskirchen. Gemeinsam mit den Filmemachern Hans Seebacher und Tobias Hochstöger kehrt er zurück an den ehemaligen Standort des Außenlagers, wo er 1945, schwer erkrankt, von Truppen der US-Amerikanischen Armee befreit wurde.

„Ein poetischer, fragmentarischer Film, der sich dem Unsagbaren durch Stille, durch Gesten und über die Landschaft annähert. In einem Wald in Oberösterreich kehrt Shaul Spielmann an den Ort eines vergessenen Konzentrationslagers zurück. Die Erinnerung lauert in Bäumen, Körpern, Ruinen. Ein Film über eingeschriebene Gewalt - und die Qual zu sprechen, wo es keine Worte gibt.“ (nach www.austrianfilms.com)


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