Schnüre über Teich in Wels-Vogelweide sorgen für heftige Kritik
WELS. Ein Facebook-Beitrag über über einen Teich gespannte Schnüre bei der Pfarrgemeinde Wels-St. Franziskus sorgt derzeit für zahlreiche Reaktionen. Die Pfarrgemeinde verweist auf Verschmutzungen durch Enten und betont, dass bisher kein Tier verletzt worden sei.

Ein Beitrag in sozialen Medien über Schnüre, die über einen Teich im Welser Stadtteil Vogelweide gespannt wurden, sorgt aktuell für heftige Diskussionen. Nach Darstellung des Postings sollen die Schnüre verhindern, dass Enten auf dem Gewässer landen. Besonders kritisiert wird, dass sich der Teich auf dem Gelände einer Pfarrgemeinde befindet, die dem Heiligen Franz von Assisi, dem Schutzpatron der Tiere, geweiht ist.
Kritiker fürchten um Enten
Der Facebook-Beitrag wurde bereits vielfach geteilt und kommentiert. Darin wird berichtet, dass Enten seit Jahren an dem Teich hinter einem Kirchengebäude nisten würden und dort auch mit ihren Küken schwimmen wollten. Seit heuer sollen jedoch dünne Drähte beziehungsweise Schnüre knapp über der Wasseroberfläche angebracht sein. Kritiker befürchten, dass Enten diese Hindernisse beim Landeanflug nicht erkennen, sich darin verfangen und verletzt werden könnten.
In den Kommentaren ist unter anderem von Tierquälerei und Doppelmoral die Rede, vereinzelt wird auch zum Kirchenaustritt aufgerufen.
Keine verletzten Tieren laut Pfarrgemeinde
Die betroffene Pfarrgemeinde Wels-St. Franziskus erklärte am Dienstag auf Facebook, es habe bisher keine verletzten Enten gegeben. Der Teich sei nicht als Ententeich angelegt worden. Die Schnüre sollten ausschließlich dazu dienen, die Aufenthaltsdauer der Tiere im Teichbereich zu verkürzen.
Schnüre wegen Problemen mit Entenkot
Als Hintergrund nannte die Pfarrgemeinde starke Verunreinigungen durch Entenkot, deren Entfernung mit hohen Kosten verbunden sei. Die Enten kämen aus zwei Bächen rund um das Grundstück, wo sie natürlicherweise leben, fressen und sich aufhalten würden.
Kein Stacheldraht
Zugleich wies die Pfarrgemeinde darauf hin, dass es sich nicht um Stacheldraht, sondern um gespannte Schnüre handle. Man habe bewusst eine Lösung gewählt, bei der kein Tier zu Schaden komme, und bat darum, keine voreiligen Schlüsse zu ziehen oder falsche Informationen zu verbreiten. Nach derzeitigem Stand soll die Installation daher vorerst bestehen bleiben.


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