Suche


Weitere Angebote

Sociale Medien

Kontakt

WELS/THALHEIM. Wels überarbeitet den Reinberg für die „Stadt der Gärten“ komplett und macht ihn als „Sagenhaften Waldgarten“ zu einer von sechs Gartenwelten der Landesgartenschau. Nach der Sanierung der Wege werden ein zauberhafter Märchen- und Sagenpfad, ein naturnahes Waldlabyrinth, ein Lehrpfad zum Thema Jagd- und Forstwirtschaft und eine Aussichtsplattform entstehen. Kostenpunkt: 800.000 Euro. Während der Bauarbeiten bleibt das Areal  zugänglich. Zeitweilige kleinere Sperren sind möglich.

  1 / 3   Vizebürgermeister Gerhard Kroiß, Bürgermeister Andreas Rabl und Landesgartenschau-Geschäftsführer Gottfried Struggl präsentierten bei der Marienwarte die Vorhaben für die Landesgartenschau am Reinberg. (Foto: Rene Hauser)

Eine wichtige Rolle in der Geschichte des Reinbergs spielt der Welser Verschönerungsverein. Er forstete den Hügel in der Nachbargemeinde Thalheim 1881 auf und initiierte 1892 die Errichtung der Marienwarte. 1942 kaufte die Stadt Wels das rund zehn Hektar großen Naherholungsgebietes am Reinberg vom Verschönerungsverein beziehungsweise bekam den Anteil der Sparkasse geschenkt. Damals wie heute gilt: Das Naherholungsgebiet muss der Bevölkerung zur Verfügung gestellt werden. 

Attraktives Ausflugsziel für Familien

Mit der Landesgartenschau soll die Welser „Grün-Exklave“ als Ausflugsziel jetzt noch attraktiver werden. Allerdings nicht als Art Disneyland, wie Vizebürgermeister Gerhard Kroiß klarstellt, sondern als „großes Natur- und Walderlebnis der Stadt mit Pfaden, Spielbereichen und Erlebnisstationen für Kinder, Familien und Entdecker“, heißt es auf der LGS-Webseite.

„Der geplante ‚sagenhafte Waldgarten‘ bedeutet eine große Aufwertung, die auch nach der Landesgartenschau bestehen bleiben wird. Gemeinsam mit den vielen anderen Attraktionen und Freizeiteinrichtungen in unserer Stadt wird Wels damit ein noch attraktiveres Ausflugsziel für Familien“, freut sich Bürgermeister Andreas Rabl über die Maßnahmen, die 800.000 Euro kosten werden.

„Der Reinberg und das Gold des Lebens“

Das zentrale Motiv der Neugestaltung des Areals und des Rundweges ist die Sage „Der Reinberg und das Gold des Lebens“. Die Geschichte vermittelt: Wahrer Reichtum liegt nicht im Besitz, sondern in der Verbundenheit mit der Natur, im Respekt vor dem Verborgenen und im Leben, das aus der Erde erwächst.

Märchenhafter Rundweg

Der Rundweg beginnt bei der Kneippstation hinter der Vierzehn-Nothelfer-Kapelle und führt in einer weiten Schleife über Aussichtspunkte, Spielbereiche, Naturstationen und historische Orte. Bei den Stationen werden immer wieder reale historische Eingriffe am Reinberg, spielerisch erzählte Geschichten und bekannte Grimm-Märchen aufgegriffen. Die Gestaltung ist bewusst reduziert, mit natürlichen Materialien und sparsamen Farbakzenten.

Höchster Punkt der Landesgartenschau

Vom Einstieg bei der Vierzehn-Nothelfer-Kapelle und dem Froschkönig geht es auf Wegen, die auch mit Kinderwagen gut befahrbar sind, unter anderem zur Marienwarte. Diese drängt sich förmlich für das Märchen Rapunzel auf und wird deshalb auch eine Installation mit dem entsprechenden Rapunzelhaar bekommen. Der höchste Punkt der Landesgartenschau bekommt außerdem neue Sitzgelegenheiten, Infotafeln und blühende Beete.   

Waldlabyrinth, Aussichtsplattform und Jagd-Workshops

Das Waldlabyrinth wird bewusst naturnah gestaltet und lockt vor allem kleine Gäste mit der Suche nach dem sinnbildlichen „Goldenen Stein“. Neben ausreichend Sitzgelegenheiten wird es hier auch mobile Kompost-WCs geben. Die „Zwerge vom Reinberg“ sind unter anderem mit einem Geschichtenhaus, einem Baumturm, einer Berg-Stollen-Landschaft und einer Zwergenschaukel vertreten.

Zum bestehenden Pavillon (der ebenfalls in den Rundweg eingebunden wird) entsteht weiter westlich ein zweiter Aussichtspunkt. Die hölzerne Plattform ragt über den Abhang hinaus und offenbart per Fernrohr faszinierende Ausblicke auf den „grünen Schatz“ in Form der Bäume und zum Volksgarten. Abschließen wird der Rundweg hinten bei der Wiese mit dem Jagdthema, zu dem es auch Workshops mit dem Jagdverband geben wird. 

Auf die geplanten Stationen freut sich auch schon Landesgartenschau-Geschäftsführer Gottfried Struggl: „Der Reinberg ist ein grüner Schatz vor den Toren unserer Stadt. Mit dem ‚sagenhaften Waldgarten‘ machen wir seine Natur, seine Geschichte und seine Geschichten neu erlebbar – für Familien, Kinder und alle, die den Reinberg schon heute schätzen. Und wie bei der gesamten ‚Stadt der Gärten‘ gilt: Was wir hier schaffen, soll auch nach 2027 bleiben.“

Nur zu Fuß erreichbar

Erreichbar ist der Waldgarten ausnahmslos zu Fuß. Parkmöglichkeiten gibt es in Thalheim nicht und oben am Reinberg besteht bereits jetzt ein Fahrverbot. Eine fußläufige Anbindung an die übrigen Schauplätze der LGS auf der Welser Seite (Volksgarten, Traungarten etc.) ist über die Alte Traunbrücke sowie über einen Stichweg zur Eisenbahnbrücke der ÖBB-Almtalbahn gewährleistet. „Von der Stadthalle ist man zu Fuß in 15 Minuten ja gleich dort“, betont Kroiß. An Spitzentagen ist allerdings ein Shuttle für in ihrer Mobilität eingeschränkte Besucher geplant. 


Kommentare sind nur für eingeloggte User verfügbar.

Jetzt anmelden


Weitere Beiträge

Fußbälle für Mosambik

Fußbälle für Mosambik

GUNSKIRCHEN. Sven Daubenmerkl, Direktor der Mittelschule Gunskirchen, nutzt die Ferien, um andere Schulen in fernen Ländern zu besuchen. Dazu ...

Tips - total regionalGerald Nowak
Erstmals Ferienbetreuung in der Spar-Zentrale Marchtrenk

Erstmals Ferienbetreuung in der Spar-Zentrale Marchtrenk

MARCHTRENK. Gegen Ende der Sommerferien herrschte in der Spar-Zentrale Marchtrenk erst richtig Ferienstimmung, denn erstmals gab es zwei Wochen ...

Tips - total regionalMag. Ingrid Oberndorfer
Gaukler-Dame aus Portugal im Zoo Schmiding eingezogen

Gaukler-Dame aus Portugal im Zoo Schmiding eingezogen

KRENGLBACH. Im Zoo Schmiding gibt es einen Neuzugang: Ein weiblicher Gaukler ist aus einem Zoo in Portugal nach Oberösterreich übersiedelt. ...

Tips - total regionalMag. Ingrid Oberndorfer
ÖAMTC-Stützpunkt Wels: Neuhauser übernimmt die Leitung

ÖAMTC-Stützpunkt Wels: Neuhauser übernimmt die Leitung

WELS. Nach 24 Jahren als Leiter des ÖAMTC-Stützpunktes Wels wechselt Karl Pointl in den wohlverdienten Ruhestand. Christian Neuhauser ist der ...

Tips - total regionalGerald Nowak
Welser Pensionistinnen sind Kegel-Landesmeisterinnen

Welser Pensionistinnen sind Kegel-Landesmeisterinnen

LAMBACH. Der August stand beim Pensionistenverband OÖ ganz im Zeichen des Kegelsports. Je fünf Damen- und Herrenmannschaften hatten sich in ...

Tips - total regionalMag. Ingrid Oberndorfer
Kräuterwanderung mit den Pennewanger Goldhaubenfrauen

Kräuterwanderung mit den Pennewanger Goldhaubenfrauen

PENNEWANG. Spannend, lehrreich, lustig und erfrischend zugleich war der Beitrag der Pennewanger Goldhaubenfrauen zur heurigen Ferienaktion.  ...

Tips - total regionalMag. Ingrid Oberndorfer
Weitere Beiträge