"Lese-Peers" aus dem Franziskus-Gym helfen Volksschülern
WELS. Kinder haben ein Recht auf bestmögliche Entwicklung. Zum Welttag der Kinderrechte am 20. November weist das OÖ. Jugendrotkreuz auf das immer notwendigere Engagement für mehr Chancengerechtigkeit und psychische Erste Hilfe hin. Ein Beispiel ist das Projekt „Lese-Peers“ am Franziskus-Gym in Wels.

Bei den „Lese-Peers“ lesen Schüler der vierten Klasse mit Volksschulkindern, die Leseschwierigkeiten haben. Mit verschiedensten Angeboten für junge Menschen in Schulen und Freizeit setzt die Organisation Impulse.
Lisa und Vanessa lesen gemeinsam ein Buch. Seit wenigen Tagen ist die 14-jährige Schülerin des Franziskus-Gym in Wels ausgebildeter Lese-Peer. Mehrmals pro Woche unterstützen sie und ihre 25 weiteren Mitschülerinnen und Mitschüler Kinder aus den umliegenden Volksschulen, die Probleme beim Lesen haben. Seit 2019 gibt es die Lesepeers der Schule. Wie die landesweit 400 freiwilligen OÖ. Rotkreuz-Lese- und Lerncoachs wollen auch sie die Begeisterung für das Lesen wecken. Die Vorteile, mit anderen Schülern zu lernen, liegen auf der Hand. Sie entwickeln einen leichteren Zugang zu den Kindern, kennen die Situation in der Schule besser, können sich besser in die unterschiedlichen Lerntypen hineinversetzen und Kinder gut motivieren.
“Kein Kind darf zurückgelassen werden“
Jedes Kind hat ein Recht auf bestmögliche Bildung und Hilfe Bildung hilft, die Welt zu verstehen, fördert die Kreativität und gilt als zentraler Faktor für die geistige Entwicklung. Leider hängen die Zukunftschancen junger Menschen oft von Herkunft und Einkommen der Eltern ab. „Kein Kind darf zurückgelassen werden. Mit unseren Initiativen wollen wir Bildung und Chancengleichheit in unserer Gesellschaft weiter vorantreiben“, meint OÖ. Rotkreuz-Präsident Aichinger Walter.
Professionelle Hilfe bei psychischen Problemen darf keine Einkommens-Frage sein
Die Herausforderungen unserer Zeit prägen das Zusammenleben und beeinträchtigen die psychische Gesundheit. Besonders betroffen sind junge Menschen - der Zugang zu Hilfe bei psychischen Erkrankungen ist oft mit Kosten verbunden. Laut Umfragen geben 65 Prozent der Menschen an, sich eine Behandlung nicht leisten zu können. „Hilfe darf aber keine Frage des Einkommens sein“, so Aichinger. Um ein niederschwelliges Angebot zu fördern, steht psychische Erste Hilfe seit Schulbeginn auf dem Lehrplan von Erste-Hilfe-Kursen.


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