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WELS. Ein Basketball-Spieler muss über Schnelligkeit und Athletik verfügen. Dazu kommen noch Ballgefühl und je nach Position die passende Größe. Als Nicht-Europäer, der in Österreich dem Ball nachjagt, braucht es auch die Rot-Weiß-Rot-Card. Wenn diese fehlt, dann fehlt die Arbeitsbewilligung. Für Devante Wallace und Tyshawn Bell heißt dies, dass sie gegen Güssing morgen nicht für den WBC Raiffeisen auf Korbjagd gehen können.

WBC-Coach Mike Coffin und Erwin Zulic. Foto: Erhardt
WBC-Coach Mike Coffin und Erwin Zulic. Foto: Erhardt

„Wir haben vor Wochen um diese Card angesucht. Wir haben sie noch nicht. Wenn sie die Spieler in Händen haben, dann kann die Liga die Spieler offiziell lizenzieren und dann können sie spielen. Hoffentlich am Montag, 28. September, um 19 Uhr beim Heimauftakt gegen Wien. Wir können Druck machen was wir wollen, es besteht vom Gesetz her eine rechtliche Frist von acht Wochen. Solange hat das AMS Zeit die Bewilligungen zu erteilen und somit sind uns die Hände gebunden. Wir können nur abwarten. Mehr wie am ersten Tag nach Eintreffen der Spieler alle Unterlagen ordnungsgemäß abgeben, können wir nicht. Alles andere ist von unserer Seite her nicht mehr zu beeinflussen“. „, erklärt Obmann Heinz-Peter Fiszter bei der Saison-Eröffnungs-Pressekonferenz beim Hauptsponsor Raiffeisenbank. Direktor Günter Stadlberger freut sich auf die Saison: „Ich hoffe, dass sich eine Kontinuität entwickelt. Es wäre toll, wenn sich ein Stamm an Spielern bildet, der über Jahre in Wels bleibt und mit denen sich die Fans identifizieren kann. Ansonsten werden wir uns nicht in die sportlichen Belange einmischen“. Das Gesicht der Mannschaft hat sich über den Sommer erheblich verändert. Mit Lorenzo O´Neal und Kevin Payton sind zwei Österreicher zum Team gestoßen. Mit den angesprochenen Wallace, Bell und Christian Behrens (durch seinen britischen Reisepass ist er gegen Güssing auch ohne Rot-Weiß-Tor-Card spielberechtigt) sind drei Legionäre verpflichtet worden, die direkt vom College kommen. Die Umstellung auf Profibetrieb und ein fremdes Land sind nicht so einfach. Deswegen wird man in den nächsten Tagen auch am Transfermarkt aktiv werden. „Wir holen ein bis zwei arrivierte Spieler, die sich im Training beweisen können. Man wird sehen“, bleibt Fiszter kryptisch. Die Integration in das bestehende Team, in dem Youngster Benjamin Mair in der Vorbereitung einen stark verbesserten Eindruck hinterlassen hat, liegt in den Händen des Neo-Übungsleiters Mike Coffin: „Natürlich ist die Situation für das Spiel gegen Güssing nicht einfach. Doch im Sport ist alles möglich und wir werden alles geben“. Sein Hauptaugenmerk liegt auf das Zusammenwachsen des Teams. Die Ansprüche sind  - wie gewohnt  - in Wels hoch. Das Ziel ist klar: „Wir wollen das letzte Spiel der Saison gewinnen“ .Dieses Ziel haben auch die anderen neun Teams in der ABL. „Die Mannschaften sind noch näher zusammengerückt. Es wird spannend. Favoriten sind die üblichen Verdächtigen“, so der WBC-Tenor.


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