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Verein hält zusammen, auch wenn Situation klarerweise schwierig ist

Gerald Nowak, 06.04.2020 08:01

WELS. Die Sportwelt ruht und keiner weiß wie es weitergeht. Für die Judokas vom LZ Multikraft, ist die Situation besonders bitter. Vier Kämpfer hätten bei der EM in Tschechien antreten können. Sabrina Filzmoser und Shamil Borchashvili standen kurz vor der Olympia Teilnahme. Jetzt heißt es warten.

Shamil Bochashvili hat Olympia nicht aus den Ausgen verloren. Foto: LZ Multikraft
  1 / 2   Shamil Bochashvili hat Olympia nicht aus den Ausgen verloren. Foto: LZ Multikraft

Die Verschiebung der Olympischen Spiele in Tokio auf 2021 sehen die Welser Olympia-Kandidaten Sabrina Filzmoser und Shamil Borchashvili als richtige Entscheidung: „Die Gesundheit ist wichtiger als alles andere auf der Welt“, so die Beiden. Vor allem für Borchashvili könnte sich die Verschiebung als Glücksfall verweisen. Verletzungsbedingt konnte er bei einigen Turnieren nicht teilnehmen. Jetzt kann er sich auskurieren und dann noch einmal voll angreifen.

Vier Welser bei der EM

Wer weiß aber wann es wirklich weitergeht und ein regulärer Trainingsbetrieb gestartet werden kann. Erstmals in der 65-jährigen Vereinsgeschichte haben sich mit Sabrina Filzmoser, sowie den Brüdern Kimran, Wachid und Shamil Borchashvili vier Welser Eigenbaukämpfer für die Judo-EM 2020 in Prag qualifiziert. Weil Tschechien angekündigt hat, die Grenzen für ein halbes Jahr dicht zu machen, muss die von Mai auf Juni verschobene Europameisterschaft wohl nochmals verlegt oder abgesagt werden. Derzeit trainieren alle zuhause.

Es bleibt aber eine Ungewissheit. Werden die Sponsoren, die ja auch wirtschaftliche Abstriche machen, den Welser Judo-Spitzensport, der ja kostenintensiv, weiterhin unterstützen können. „So eine Situation haben wir noch nie gehabt“, sagt der Vorstand. Dieser wird alles unternehmen, um die sechs Nationalkämpfer, die 130  Nachwuchsjudokas sowie die Mannschaften in der Bundes- und Landesliga weiter fördern zu können. „Bis dato ist  im Judoverein noch kein Corona-Infizierter gemeldet. Sollte ein Vereinsmitglied durch die Corona-Krise in Not geraten, werden wir umgehend ein Hilfspaket schnüren. Zusammenhalt und Solidarität zeichnete unseren Verein immer schon aus“, stellt der Vorstand glasklar fest.


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