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WELS. „Gedämpft bis mies“ wird die Stimmung von AK-Präsident Johann Kalliauer und Bezirksleiterin Michaela Petz beschrieben. Die Arbeit­nehmer trauen sich immer we­niger fällige Ansprüche geltend zu machen.

Michaela Petz und Johann Kalliauer
Michaela Petz und Johann Kalliauer

Dabei muss die Stimmung nicht so negativ sein. „Das Volumen der Steuerreform ist gewaltig. Das kann man schon sagen. Aber vor dem Hintergrund steigender Arbeitslosenzahlen bei steigen­der Beschäftigung, Meldungen über die Wirtschaftsentwicklung und anderen Nachrichten wird die Stimmung schlechter. Die Ungleichverteilung wird immer größer. Und damit bleibt oft der Optimismus auf der Strecke“, sagt AK-Präsident Kalliauer.

„Die Klassiker bleiben gleich in der Beratung“, fasst Bezirks­stellenleiterin Michaela Petz die Bereiche „Offene Löhne, Über­stunden und Beendigungen der Dienstverhältnisse zusammen“. Vor allem mit Personaldienst­leistern ist es oft schwierig. „Ob­wohl mit einigen hat sich das Verhältnis sehr gebessert. Wir mussten nur einmal auf die Fin­ger klopfen. Nun funktioniert die Zusammenarbeit, dass der Infor­mationsfluss läuft.“

ZAHLEN

9389 Beschäftigte baten die Welser Arbeiterkammer um Hilfe. Ein Großteil ließ sich telefonisch beraten. In Summe er­stritten die Welser AK-Experten 7,3 Millionen Euro. Außergerichtlich wurden 334.726 Euro erkämpft. Am Arbeits- und Sozialgericht konnte die AK 785.534 Euro geltend machen. Nach Insolvenzen wurden den Betroffenen mehr als drei Millionen Euro ausbezahlt. Die größte Pleite betraf 2015 die FMT mit 278 Beschäftigten.


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