„Wir müssen uns festigen und brauchen mehr Ecken und Kanten“
WELS. Die erste Entscheidung über den Stadtparteivorsitz der Sozialdemokraten ist gefallen. Bis zur Konferenz, die alle Voraussicht im Frühjahr 2017 statt finden wird, übernimmt Kulturreferent Johann Reindl-Schwaighofer geschäftsführend den Posten.

Hermann Wimmer, Spitzenkandidat der verloren gegangenen Wahl 2015, ist nur noch einfaches Parteimitglied und Messepräsident. Die, so O-Ton Reindl Schwaighofer „desaströs verlaufene Wahl“ ist einer der Gründe für den Wechsel. Es braucht neue Kräfte und die müssen den Übergang regeln: „Wir müssen uns festigen und brauchen mehr Ecken und Kanten“, sagt der geschäftsführende Stadtparteiobmann: „Wir werden die Gangart verschärfen. Wir werden unsere Themen wieder voranstellen und besetzen. Dazu braucht es die richtigen Personen, die wir in den kommenden Monaten suchen. Wir werden jeden Stein in der Partei umdrehen und alles genau hinterfragen. Ich bin mit der Aufgabe betraut worden“, so der Kulturreferent. Ob er sich bei der anstehenden Konferenz im Frühjahr, um den Vorsitz bewerben wird, hält sich Reindl-Schwaighofer noch offen: „Ehrlich ich weiß es nicht. Aber ich weiß, dass wird durch das permanente Schlechtreden der Stadt geschwächt wurden. Die Stadt genau so. Die letzten Jahre ist immer von den Freiheitlichen über die Drogensituation am Kaiser-Josef Platz geschimpft worden. Ich stelle die Frage, ob sich seit Herbst der vergangenen Jahres etwas an der dortigen Situation geändert hat. Es wird einfach nicht mehr geredet und in die Medien gebracht“, schießt der Neo-Obmann gleich einmal einen Giftpfeil gegen die FPÖ Wels. „Wir haben sicher auch Fehler gemacht, aber vieles ist uns einfach in die Schuhe geschoben worden, wo wir nichts dafür konnten. Das lassen wir uns nicht mehr gefallen.“


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