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WELS/STEINHAUS. Dort wo die Geschichte der damaligen „Aktiengesellschaft Elektrizitätswerk Wels“ um 1900 begann, wird nun wieder eine Investition für mehrere Generationen getätigt. Das Kraftwerk Traunleiten wird um 48 Millionen Euro komplett neu gebaut.

Spatenstich für das neue Kraftwerk Traunleiten
Spatenstich für das neue Kraftwerk Traunleiten

Zwei Jahre werden die Bauarbeiten dauern. Das bestehende Kraftwerk wird abgerissen, ein neues gebaut. Das neue Kraftwerk wird am bestehenden Standort mit größter Sorgfalt und Rücksichtnahme auf das angrenzende Natura 2000 Schutzgebiet errichtet. Wels Strom Geschäftsführer Friedrich Pöttinger sieht ein „Top-Projekt, das in dem Ökostrom Vorzeigeland Oberösterreich mit hoher regionaler Wertschöpfung und damit Partnerfirmen und Planern vor Ort umgesetzt wird. Natur, Umwelt und Technik im Einklang, diese Kombination steht an vorderster Stelle“.

„Mutige Investition“

LH Thomas Stelzer (VP) gratuliert Wels Strom und den Partner: „Am Industriestandort Oberösterreich brauche es mutige Investitionen wie diese, denn nur dadurch würden Arbeitsplätze geschaffen und Wertschöpfung generiert. Es gelte hierzulande, die Ressourcen an erneuerbarer Energie hocheffizient zu nutzen, Wels Strom sei dafür beispielgebend“.

Der Welser Bürgermeister Andreas Rabl (FP) hat doppelten Grund zur Freude. Einerseits wird die Versorgungssicherheit für 30.000 Haushalte weiter garantiert und „Die Top-Positionierung von Wels als Wirtschaftsstandort wird durch dieses Jahrhundertprojekt wiederum gestärkt“.

Info

Das neue Kraftwerk entsteht wenige Meter unterhalb des Alten. Durch die Absenkung wird es vom Oberlauf des Werkskanals nicht mehr sichtbar sein. Durch die beiden Kaplan-Turbinen werden in Zukunft 150 statt 80 Kubikmeter Wasser strömen. Die Leistungsfähigkeit wird sich damit um rund 80 Prozent erhöhen. Ein Naturerlebnisweg mit Wassergarten, Kräutergarten, Naschgarten und Obstgarten ist ebenso geplant wie eine Aussichtsplattform. Dazu kommen Fischaufstiegshilfen, ein Bruthügel und eventuell ein Steg. Darüber wird aber noch weiter verhandelt.


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