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WELS. Zwei große Hausaufgaben hat sich Wirtschaftsstadtrat Peter Lehner vom Industriefrühstück mitgenommen: Die Verkehrssituation zu entwirren und die Schaffung englischsprachiger Klassen in Welser Schulen. Beides sind Faktoren die Wels für Betriebe und deren – im Idealfall – qualifizierte Facharbeiter interessant machen.

Ein Beispiel aus der Region: BRP Rotax in der Nachbargemeinde Gunskirchen hat Englisch als Geschäftssprache. Foto: Weihbold

16 Teilnehmer, Top-Manger, Vertreter der Politik und Wirtschaftskammer folgten der Einladung der Sparte Industrie der WKOÖ, um über notwendige Maßnahmen zur Weiterentwickung des Wirtschaftsstandortes Wels zu sprechen. Die Grundstimmung bei den Anwesenden war positiv. Für die Stadt gab es angesichts kurzer Verfahrenswege und -dauer Lob und die vordringlichen Probleme Fachkräfte- und Flächenmangel waren rasch angesprochen.

Fachkräftemangel

Tatsache ist, dass sowohl der Lehrlings- als auch der Facharbeiterbedarf in Wels derzeit nicht gedeckt werden können. Ein wichtiger Aspekt bei der Rekrutierung ist daher die Attraktivierung der Stadt auch als Wohnort und da zählen sogenannte Soft-Facts: Wie ist die Stadt? Ist sie attraktiv? Gibt es ein Krankenhaus und eine Schule auch für die Kinder englischsprachiger Mitarbeiter?

Riesige Schritte bei der Internationalisierung

„Die Welser Betriebe haben in den letzten zehn Jahren riesige Schritte in der Internationalisierung gemacht“, freut sich WKOÖ-Vizepräsident Clemens Malina-Altzinger. Für die Weiterentwicklung sei aber englischsprachiger Unterricht wichtig: pro Jahrgang sollte es eine in Englisch geführte Klasse geben. Das sei nicht nur ein Angebot für ausländische Fachkräfte die vorübergehend in Wels arbeiten, sondern auch für heimische Schüler, die dadurch später einen extremen Startvorteil hätten. „Das wäre natürlich ein Angebot für die Region, das auch Betriebe aus Lambach oder Kremsmünster betreffen würde“, stellt Lehner klar.

Pendeln erleichtern

Eine Chance die Wels auch nutzen sollte, ist laut Malina-Altzinger die schlechte Verkehrssituation in Linz: „Wir müssen das Ein- und Auspendeln nach Wels erleichtern“, fordert der Reform-Werke-Eigentümer, um die Stadt für Lehrlinge und Mitarbeiter attraktiver zu machen. „Und das schließt die Bahn mit ein. Die Almtalbahn wird auch von der Industrie gebraucht“, fordert Malina-Altzinger den Erhalt der Lokalbahn.


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