Projekt: Nächste Etappe beim Umbau des Greif-Areals
WELS. Wenn es um das Projekt „Greif“ geht, müsste man sich mit Bürgermeister Andreas Rabl (FP) und Kulturreferent Johann Reindl-Schwaighofer (SP) eigentlich im Café treffen. Doch das ist geschlossen. So fand das Gespräch mit den beiden am Stadtplatz statt.

Die Ausschreibung für die Generalplanung ist abgeschlossen: „Wir können noch nichts Offizielles sagen. Es muss zuerst der Bauausschuss noch tagen“, sagt der Bürgermeister. „In der permanenten Betrachtung der Bevölkerung liegt das Hauptaugenmerk auf dem Theater. Da muss auch ein architektonisches Statement gesetzt werden. Das ist – soviel darf ich verraten – auch gelungen.“ Das Foyer wird endlich großzügiger gestaltet: „Es geht auch darum, eventuell Ausstellungen zu machen oder begleitende Veranstaltungen für die Aufführungen im Saal zu organisieren. Dazu wird auch die Pausensituation verbessert. Das bedeutet mehr Platz und schnellere Erreichbarkeit für die Bar. Der Eingang zum Theater muss ein Statement sein“, meint der Kulturstadtrat. Von der Technik her bescheinigen die Experten dem Haus einen sehr guten Zustand. Im Zuschauerraum (Bestuhlung) wird etwas passieren: „Gleichwohl wir uns auch die Akustik in den Minoriten gleich mit anschauen. Dort haben wir sicherlich erhebliches Verbesserungspotenzial“, ist der Bürgermeister überzeugt.
„Verzögerungen wären verheerend“
Die Abrissarbeiten des Hotels Greif werden im Frühjahr 2019 starten. „Wir werden archäologische Grabungen schon im Vorfeld zulassen. Verzögerungen wären verheerend auf der Baustelle. Denn der Zeitplan für das neue Amtsgebäude ist eng gefasst“, sagt Rabl. Die Fertigstellung für das 8,6-Millionen-Projekt (derzeitige Schätzung) ist für den Sommer 2020 geplant. Rund 150 bis 170 Mitarbeiter des Magistrates werden dann eine neue Heimat haben: „Das politische Zentrum bleibt im Rathaus am Stadtplatz“, meint der Bürgermeister. Es geht um Bauabteilung, IT, Kindergarten, Stadtrechnungshof, Verkehrsrecht und eventuell andere Abteilungen: „Auch Teile der Kulturabteilung sind ein Thema. Wir müssen uns das anschauen. Wir sind derzeit auch am Planen der Ersatzquartiere für Veranstaltungen. Konzerte sind im Herminenhof sicher möglich oder in der Stadthalle. Bei Theatervorstellungen gibt es auch unterschiedlichste Möglichkeiten“, so Reindl-Schwaighofer.
Die bestehenden Amtsgebäude in der Pfarrgasse und in der Freiung/Stadtplatz 55 werden dann veräußert.


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