Suche


Weitere Angebote

Sociale Medien

Kontakt

WELS. Die Wirtschaft boomt. Es wird gebaut. Mittendrin ist Wirtschaftsreferent Peter Lehner (VP). Für Total Wels sprach die Tips Redaktion mit dem Kommunalpolitiker.

Wirtschaftsreferent Peter Lehner
Wirtschaftsreferent Peter Lehner

Tips: Das Wirtschaftsservice als Instrument für Ansiedelungen aller Art hat sich bestens bewährt?

Lehner: Die Handelsflächen und damit die Vermeidung von Leerständen wird uns auch in den nächsten Jahren intensiv beschäftigen. Durch das Wirtschaftsservice Wels sind wir beim Vermietungsgrad die erfolgreichste Stadt in Oberösterreich, diese Topposition wollen wir halten. Bei gewerblichen Ansiedlungen stehen der Erhalt und die Schaffung von Arbeitsplätzen im Vordergrund. Neu ist eine Fläche in Unterleithen, die wir für diese Zwecke entwickeln.

Tips: Umbau Kaiser-Josef Platz, Stadtplatz, Planungen für das Areal Lokalbahnhof. Die Stadt entwickelt sich in viele Richtungen?

Lehner: Ziel der Politik ist es, für die Welser Verbesserungen zu erreichen. Dabei sind unterschiedliche Aspekte zu berücksichtigen: leistbare und lebenswerte Wohnungen, Möglichkeiten Eigentum zu schaffen, Freiräume und Wege zur Verfügung zu stellen und Arbeitsmöglichkeiten zu bieten. Eine strategische und vorausschauende Planung unter Einbeziehung der Bevölkerung ist für die Zukunft der Schlüssel zum Erfolg.   

Tips: Eines fällt bei vielen Projekten auf. Sie sind entweder direkt im Zentrum oder an der Peripherie der Innenstadt. Was passiert in den Stadtteilen?

Lehner: Auch in den Stadtteilen ist die Entwicklung sehr dynamisch. Laahen hat sich zum Beispiel in den letzten Jahren zum attraktiven Wohnstandort entwickelt. In Lichtenegg entsteht gerade das 10. WDZ und die Wohnbebauungen in der Rennbahnstraße und die Flächen „Am Berg“ waren kurzfristig vergeben. Auch das Jugendbüro in der Noitzmühle wird noch heuer gebaut. In Wimpassing werden mit der neuen Autobahnabfahrt, dem Sportplatz und der Voralpenstraße wichtige Wirtschaftsimpulse gesetzt. In der Pernau sind wir gerade bei der Planung für einen neuen Kindergarten.

Tips: Die Neuausschreibung des öffentlichen Personennahverkehrs steht an. Was verlangt der Wirtschaftsreferent hier?

Lehner: Die Ausschreibung der Linie Wels läuft über die EWW und ist ohne Einbindung der Wirtschaft erfolgt. Als Wirtschaftsreferent ist mir das Thema Nahverkehr sehr wichtig. Durch ein modernes und kundenorientiertes Angebot können wir Frequenzen in der Stadt erhöhen, Betriebe, Schulen, Gesundheits- und Freizeiteinrichtungen so anfahren, dass der öffentliche Nahverkehr als echte Alternative zum privaten Pkw funktioniert. Nicht durch die „Verärgerung“ der Pkw-Lenker, sondern durch ein attraktives Angebot möchte ich die Nutzung von Bus und Bahn erhöhen.  

Tips: Wie entwickelt sich die Stadt generell?

Lehner: Wels bildet mit Linz die wirtschaftlich erfolgreichste Region Österreichs. Die Betriebe nutzen die derzeit hervorragende Konjunktur zu Investitionen und zum Ausbau von Arbeitsplätzen. Gesellschaftlich stehen wir in Wels vor großen Herausforderungen – Wels verliert den Mittelstand! Junge Welser Familien ziehen noch immer sehr oft in unsere Nachbargemeinden. Der Zuzug nach Wels erfolgt weiterhin primär aus nicht EU-Ländern. Unsere politische Hausaufgabe besteht daher darin, die Bindung der Welser zu unterstützen. Im Bereich der Arbeitsplätze gelingt das sehr gut. Im Kinderbetreuungs- und Schulbereich sehe ich hier die großen Herausforderungen. Eine Möglichkeit wäre zum Beispiel eine englischsprachige Ausbildung der Kinder anzubieten.  

Tips: 2018: Was wird in der Stadt dieses Jahr noch umgesetzt?

Lehner: Hier ist die Liste lang und daher beschränke ich mich auf meinen Fachbereich. Die Planung für das Greif und das AMS laufen auf Hochtouren. Am Stadtplatz haben die Vorarbeiten der EWW bereits begonnen und ab 11. Juni startet der 2. Bauabschnitt  mit den notwendigen Arbeiten bei der Infrastruktur. Parallel beginnen wir mit der Umstellung auf eine indirekte Beleuchtung nach dem Vorbild in der Bäcker- und Schmidtgasse. In der Noitzmühle wird bis September ein neues Jugendzentrum errichtet und damit ein langjähriger Wunsch der dortigen Jugend erfüllt. In Umsetzung befindet sich auch der Ideenwettbewerb für den Lokalbahnhof und Umgebung. Bei diesem Wettbewerb geht es um die zukünftige Gestaltung und um Ideen für Wohnen, Arbeiten, Verkehr und auch Freiräume, damit wir nach dem Wettbewerb bei Widmungen und Bebauungsplänen die nächsten Jahrzehnte klare Strategien für diese zwölf Hektar große Innenstadtfläche verfolgen können.


Kommentare sind nur für eingeloggte User verfügbar.

Jetzt anmelden