Suche


Weitere Angebote

Sociale Medien

Kontakt

MARCHTRENK. Vor allem LKW-Fahrer hupten und deuteten mit dem Finger nach oben. Autofahrer neigten ab und zu einen bestimmten Finger den Demonstranten entgegenzuhalten. Doch die Botschaft bei der Spar-Kreuzung  ist klar angekommen: „Wir brauchen einen modernen Ausbau der B1 für das 21. Jahrhundert. Aber nicht mit Plänen aus den 1980iger Jahren“.

Bürgermeister Paul Mahr (re.) mit Demonstranten
Bürgermeister Paul Mahr (re.) mit Demonstranten

„B1-Ausbau Jetzt“, „Wir ersticken im Verkehr“,“ Millionen Staukosten???“, „Land der Möglichkeiten???????“ war auf den Plakaten zu lesen: „Ich fordere für Marchtrenk eine moderne Straße mit Lärmschutz. Der vierspurige Ausbau ist machbar. Wir verlangen keine Tunnellösung, wie von Landesrat Steinkellner behauptet, sondern eine Tieferlegung in bestimmten Bereichen. Die Pläne, die wir kennen, die stammen alle aus den 1980iger Jahren. Wir verlangen eine Planung, die dem 21. Jahrhundert entspricht“. Die Stadt ist dem Land in vielen Bereichen entgegengekommen. Mehr als die Hälfte des Begleitwegenetzes ist errichtet: „Das ist der dynamischen Entwicklung der Stadt geschuldet“, sagt SP Bürgermeister Paul Mahr: „Bei zwei Kreuzungen (Bärenstraße und Neufahrnerstraße) spießt es sich. Wir wollen keine fünf Ampeln. Wir glauben, dass zwei völlig ausreichend sind. Bei den Kreuzung, wo es sich spießt, verlangen wir einen übergebauten Kreisverkehr“. Die Lösung wie bei der Feuerwehr habe sich bewährt: „Wir wollen Verhandlungen auf Augenhöhe. Unsere Vorschläge, die wir gemacht haben, sind nicht einmal angehört worden. Wir haben immer wieder Unterlagen geschickt, Vorschläge gemacht, aber die sind nicht einmal ansatzweise in Betracht gezogen worden.

„Es ist machbar“

LR Günther Steinkellner lehnt die Tieferlegung und auch die Variante mit Kreisverkehren ab: „Das mag gegebenenfalls die Lärmentwicklung bei vereinzelten Anrainern verringern, geht jedoch mit unverhältnismäßigen Kostenentwicklungen einher“ Er befürchtet auch eine Steigerung der Baukosten plus, dass es technisch nicht möglich ist alle Marchtrenker Wünsche umzusetzen. „Es ist machbar, wenn man will. In Lambach war auch vieles möglich. Wir reden von derzeit 24.000 Fahrzeugen am Tag. In ein, zwei Jahren werden es 35.000 sein“, meint Mahr.

Die Stadt hat den Verkehrsplaner Hans Haller dazugezogen. Die Tieferlegung ist machbar. „Wenn die dritte und die vierte Spur gebaut wird, dann kann auf der ursprünglichen Trasse der Verkehr weiterlaufen. Das Ganze geht dann umgekehrt auch, bis alles fertig ist“. Mahr setzt nach: „Vor allem sitzen wir hier auf Schotter. Da kommt im wahrsten Sinne des Wortes Kies heraus, der auch Geld bringt“. Er bleibt aber bei der Grundforderung: „Wir sind verhandlungsbereit, wenn man auch auf Augenhöhe über einen moderne Straße mit Tieferlegung und Lärmschutz spricht. Auf den Lärmschutz wartet Marchtrenk seit 35 Jahren“.

Stau auf der A25

Laut Asfinag erreichte der Stau zwischen Knoten Wels (km 20) und Wels Ost / Marchtrenk West (km 12) eine Länge von 7,5 Kilometern.  Ansonsten verlief die Demo ruhig. Die Vorbereitungen der Stadt mit der Bezirkshauptmannschaft Wels-Land und den Einsatzkräften verlief hervorragend.


Kommentare sind nur für eingeloggte User verfügbar.

Jetzt anmelden