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WELS. Statistisch gesehen ereignet sich in Österreich alle sieben Minuten ein Unfall mit einem Wildtier. Viele Straßenabschnitte sind mit Wildwarner ausgestattet. An der Fachhochschule arbeiteten Roland Exler und Kurt Niel an einer innovativen Weiterentwicklung.

Roland Exler (li) mit Kurt Niel Foto: FH OÖ
Roland Exler (li) mit Kurt Niel Foto: FH OÖ

„Wir haben das bestehende Wildwarngerät der Firma Dehako weiterentwickelt. Es ist kleiner, reagiert nicht nur auf Scheinwerferlicht, sondern auch auf den Schall eines Fahrzeugs. Weiters stehen diese neuen Wildwarner in Funkverbindung, sodass bei naheliegenden Geräten die Warnsignale vorzeitig ausgelöst werden können“, erklärt Roland Exler, der an der FH in Wels als Lektor Elektronik und digitale Signalverarbeitung unterrichtet. „Zusätzliche Warngeräte können nun auch im Böschungsbereich an Pflöcken angebracht werden, wo kein Schall oder Licht hinkommt. Außerdem sendet das Gerät nicht nur akustische Signale, sondern auch Lichtblitze aus“, fügt der Fachbereichsleiter für Mess- und Regelungstechnik, Kurt Niel hinzu. Die beiden Wissenschafter haben dazu die Elektronik neu konzipiert und eine durch Micro-Controller gesteuerte Einheit in Kleinserien hergestellt. Die Geräte sind ganzjährig energieautonom durch Solarzellen und Speicher und robust für alle Witterungsbedingungen.

Das Land unterstützt gemeinsam mit Versicherungen und dem Jagdverband den Ausbau von Wildwarnern an den Straßen in Oberösterreich. Mit der Montage akustischer und optischer Wildwarner konnte die Anzahl der Wildunfälle an besonders frequentierten Wildwechselstellen um bis zu 90 Prozent gesenkt werden.


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