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WELS. Im Bezirksvergleich schneiden die 20 bis 24 jährigen Welser wenig gut ab. 32,2 Prozent schaffen weder eine Lehre noch eine weiterführende Ausbildung. Im Gemeinderat debattierten die Fraktionen über Maßnahmen. Den Vorschlag von SP-Bildungsreferent Johann Reindl-Schweighofer eine Bildungskommission mit Schul-, Wirtschafts- und Arbeitsmarkt-experten einzusetzen, lehnt die blauschwarze Koalition ab. Grüne und Neos waren dafür.

SP-Bildungsstadtrat Johann Reindl-Schweighofer Foto: SPÖ
SP-Bildungsstadtrat Johann Reindl-Schweighofer Foto: SPÖ

Die Diskussion war durchaus emotional. Die FPÖVP-Koalition erinnerte an die Versäumnisse der SPÖ und sah den Bund und Land in der eigentlichen Zuständigkeit. Reindl-Schweighofer war darüber nicht begeistert und schickte eine Pressaussendung hinterher: „Die Stadt Wels solle sich nicht um Dinge kümmern, für die sie weder Kompetenz noch Mittel habe, sagte Bürgermeister Andreas Rabl und nannte als Beispiel den Polizistenmangel in Wels, dafür sei die Stadt auch nicht zuständig. Ein gewagter Vergleich, da sich Wels ergänzend zur Polizei eine eigene Ordnungswache mit jährlichen Kosten von rund 750.000 Euro leistet“.

Die SPÖ wollte eine Expertenkommission bestehend aus Vertretern der Wirtschaft, Schulen und AMS, die gezielt Maßnahmen in die Wege leiten sollen. Die Koalition lehnte diesen Antrag ab, da es ja den Bildungsausschuss des Gemeinderates gibt. Die SP-Fraktion meint, dass es unbedingt den Rat von Fachexperten brauche.  “So wie es aussieht, haben FPÖ und ÖVP den Ernst der Lage noch nicht erkannt“, sagt Reindl-Schwaighofer. Als nächstes will er gemeinsam mit dem Bürgermeister bei Bildungsminister Heinz Faßmann vorsprechen, um mehr Unterstützung für die Welser Pflichtschulen zu erreichen.

Reindl-Schweighofer fordert weiter den Ausbau von Ganztages-Schulformen. In der Vogelweide, Neustadt und Wels West bestehe Bedarf.


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