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WELS. Die Rufe nach einem Gesamtverkehrskonzept in der Stadt werden immer lauter. SP-Verkehrsreferent Klaus Hoflehner spricht auch immer wieder von einem Mobilitätskonzept, das in den nächsten Jahren in einer breiten Diskussion entstehen soll.

SP-Stadtrat Klaus Hoflehner hat sich für die nächsten Monate viel vorgenommen. Foto: Stadt Wels
SP-Stadtrat Klaus Hoflehner hat sich für die nächsten Monate viel vorgenommen. Foto: Stadt Wels

Tips: Selbst die Wirtschaftskammer fordert ein Mobilitätskonzept für die Stadt. Was muss dieses Konzept aus der Sicht des Referenten haben?

Hoflehner: Eine ganz klare politische Festlegung, wie wir in der Stadt Wels mit dem Thema Mobilität auf mittlere und längere Sicht umgehen wollen, welche Ziele wir erreichen wollen, welche Entwicklungen wir fördern und welche Alternativen wir anbieten können, in welcher Zeit und mit welchen Mitteln wir  die Umsetzung der Ziele erledigen. Eine Grundlage haben wir umfassend mit dem Projekt „Energiestadt Wels“ bereits 2014 gelegt; Aktualisierungen und neue Erkenntnisse werden in Zusammenarbeit mit der Welser Bevölkerung, den Experten und der politischen Vertretung in ein umfassendes Mobilitätskonzept eingearbeitet.

Tips: Gibt es schon einen ungefähren Zeitplan für das Mobilitätskonzept?

Hoflehner: Die notwendigen finanziellen Mittel sind von mir für die Budgetverhandlungen im Herbst angemeldet und orientieren sich an den Kosten eines vergleichbaren Konzeptes in der Stadt Villach. Nach positiver Beschlussfassung muss eine Ausschreibung erfolgen; der Prozess selbst dauert rund 18 Monate inklusive Bürgerbeteiligung.

Tips: Öffnung Eisenhowerstraße und Roseggerstraße plus Attraktivierung KJ. Wie geht es hier weiter?

Hoflehner: Der nächste Schritt ist einerseits eine politische Entscheidung auf Landesebene, andererseits die Bekanntgabe der notwendigen Adaptierungsmaßnahmen im Verlauf der Eisenhowerstraße/Roseggerstraße seitens der Stadt Wels durch das zuständige Amt der oberösterreichischen Landesregierung.

Tips: Der Bereich Oberfeldstraße stöhnt unter dem Straßenverkehr. Der Autobahnanschluss Wimpassing wird das Problem wohl eher verschärfen?

Hoflehner: Eine Verschärfung würde ich eher dann und besonders zu den Stoßzeiten befürchten, wenn entlang der Oberfeldstraße weitere Dienstleistungs- und Gewerbebetriebe ohne das Ausschöpfen möglicher stadtpolitischer Vorgaben und begleitender Verkehrsmaßnahmen entstehen würden. Zusätzlich versuchen wir durch Verordnungen, den Schwerverkehr in den Norden der Autobahn zu bringen. Da schaffen wir gerade die notwendige Infrastruktur.

Tips: Im öffentlichen Nahverkehr wird permanent von Verbesserungen geredet. Die Busdrehscheibe bleibt am Kaiser-Josef-Platz. Welche Änderungen wünscht sich der Referent?

Hoflehner: Ich wünsche mir eine einfach und rasch zugängliche Kundeninformation bezüglich der Fahrpläne, verknüpft mit dem regionalen und überregionalen öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV). Es braucht eine direkte Anbindung der Linie 1 an die Landesmusikschule und die Stadtbibliothek im Viertelstundentakt, zumindest von 12.30 bis 20 Uhr. Die Realisierung der sogenannten „Tangentiallinie“ ist immer noch ein wünschenswerter zusätzlicher Linienwunsch. Und es benötigt eine viel engere Kooperation zwischen Wels Linien GesmbH., städtischer Verkehrsplanung und gemeindepolitischer Vertretung.

Tips: Vor der Messe ist nach der Messe und dann wird über Staus geredet und dass man es eh gewusst hat. Kommunikation ist hier vorhanden?

Hoflehner: Die Messe Wels agiert in einem äußerst wett­bewerbsorientierten Geschäftsfeld, in welchem sich die Bedingungen rasch verändern. Auf diesem Hintergrund ist es offensichtlich nicht einfach, bei der Vielzahl der unterschiedlich kleinen, mittleren und größeren Veranstaltungen die jahrelang positive Kommunikationskultur in gewohnter Qualität aufrechtzuerhalten. Das hat natürlich einen gewissen Einfluss auf die Stimmung der Welserinnen und Welser, nicht nur auf dem Gebiet des Verkehrs. Da wünsche ich mir als Stadtpolitiker wieder mehr Fokus auf Information und Kommunikation.


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