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WELS. Horst Felbermayr kann man nicht nur einen Pionier in der Schwergutlogistik nennen, sondern auch einen großen Unternehmer mit Weitblick und eine Liebe zu Wels. Er ist am 13. März nach langer schwerer Krankheit verstorben.

Trauer um Horst Felbermayr. Foto: Felbermayr
Trauer um Horst Felbermayr. Foto: Felbermayr

Mit insgesamt etwa 2.700 Mitarbeitern und 67 Standorten in 19 Ländern gehört das Unternehmen heute zu den größten Schwergutlogistikern Europas. Doch 1967, als er zusammen mit seiner Gattin Gisela das Unternehmen seines Vaters Franz Felbermayr übernahm, war es noch recht ruhig am damaligen Firmengelände in Wels. So umfasste der Fuhrpark des 1942 von Franz Felbermayr gegründeten Unternehmens nur eine Handvoll Fahrzeuge, und auch die Anzahl der Mitarbeiter war noch recht überschaubar.

Erfolgsgeschichte

Mitte der Siebzigerjahre wurden erste internationale Schwertransporte durchgeführt. Im Geschäftsfeld Bau folgte die Spezialisierung auf Leitungsbau und Erdarbeiten, auch die lokale Schottergewinnung wurde forciert. 1989 folgte mit der Entwicklung eines Zwei-Wege-Kranes zum Einsatz auf Schiene und Straße der Einstieg in die Hebetechnik. Dieses Geschäftsfeld wurde erfolgreich erweitert und umfasst heute eine Kran- und Bühnenvermietung mit mehreren Tausend Geräten. Mitte der Neunzigerjahre wurde mit der Gründung eines Bereiches für Internationale Tieflader Bahntransporte die Weichen für trimodale Schwertransporte gestellt. Anfang des neuen Jahrtausends n wurden Bereiche für Tief- und Spezialtiefbau gegründet, der Fuhrpark massiv erweitert und ein Bereich für Schwermontage installiert. Beim Spatenstich für das neue Hauptquartier der Felbermayr Gruppe war Horst Felbermayr schwer gezeichnet von der Krankheit noch dabei.

Offenes Ohr für die Mitarbeiter

Trotz großer wirtschaftlicher Herausforderungen und Risikobereitschaft hatte der gelernte Kfz-Mechaniker immer ein offenes Ohr für seine Mitarbeiter. Er verstand es diese von seinen Visionen zu überzeugen und auf Augenhöhe an seinen Zielen teilhaben zu lassen. Doch trotz aller Erfolge verlor er nie die Bodenhaftung. Zusammen mit Ehefrau Gisela gelang es dem Firmenchef, diese Eigenschaft „unternehmerischer Bescheidenheit“ auch an seine Kinder weiterzugeben.


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