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WELS. Geschäfte bis 400 Quadratmeter dürfen ab Dienstag, 14. April, wieder öffnen. Die Freude bei den Händlern ist groß. Trotzdem ist sich jeder bewusst, dass Gesundheit das oberste Gut ist, und so treffen die Händler allerlei Vorbereitungsmaßnahmen. Tips hörte sich bei den Unternehmern um.

Optiker Eduard Schwabegger ist gerüstet. F:Nowak
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Wichtig ist allen, dass sich die Menschen an die Abstandsregeln halten. Michaela Wurm, Blumenbox in Wels Lichtenegg: „Meine Mitarbeiterin war auf Kurzarbeit und ich habe nach der ersten Woche einen Lieferservice gestartet. Netter Weise hat mir der Eigentümer die Miete erlassen. Ich werde jetzt ganz normal aufsperren – wenn auch die Leute kommen, wenn sie sich trauen.“ Bei der Gärtnerei Dopetsberger freut man sich ebenfalls, dass der Betrieb wieder starten kann.

Optiker Eduard Schwabegger hat drei Standorte in der Region: „In Wels, Lambach und Marchtrenk werden wir auf jeden Fall jeden Tag von 9 bis 12 Uhr aufsperren. Was den Nachmittag anbelangt, werden wir nach den ersten Tagen entscheiden. Wir bieten in allen Filialen auch die Möglichkeit für private Termine. Einfach über die Homepage www.schwabegger.at die entsprechenden Kontaktdaten heraussuchen. Das ganze Sortiment – Brillen, Sonnenbrillen und Kontaktlinsen - ist verfügbar.

Die Zeit hat man bei Lederwaren Höller genutzt um einen Lieferservice aufzubauen „Außerdem sind alle Modelle auf unserer Homepage mit Preis zu sehen. So kann man bequem zuhause aussuchen und dann schnell im Geschäft kaufen“, sagt Barbara Priewasser-Höller.

Schmuck

Klaus Emmerstorfer gibt unumwunden zu, dass er sich schon ein bisschen an das Nichtstun gewöhnt hat: „Ich selbst habe in den letzten Wochen ein bisschen in der Werkstatt gearbeitet und starte jetzt wieder mit einem Mitarbeiter. Das Wichtigste ist einfach die Gesundheit. Und es wird auch wieder weitergehen. Ich bin da sehr positiv“. Alois Mach vom Machwerk bittet die Kunden anzuklopfen „Ich bin sowieso da. Mein Geschäft ist sehr klein. Also darf nur ein Kunde herein mit Maske“.

Mode

Die sind besonders froh, dass wieder geöffnet werden kann. Die Lager sind voll. Rudi Hudelist, Rudolfo am Ring, hatte schon, ein bisschen einen Lagerkoller. Aber jetzt geht es wieder mit dem gebührenden Abstand los. An den Öffnungszeiten werden wir nichts ändern“. Dasselbe gilt auch für Mos Mosh und Max & Co, das seine Frau betreibt. Sie hoffen alle auf die Disziplin bei den Kunden, dass es aufgrund der Beschränkungen vielleicht zu Wartezeiten vor dem Geschäft kommen wird.  Christa Raggl-Mühlberger hat sich schon Desinfektionsmittel besorgt: „Im Geschäft haben wir in den letzten Wochen sowieso schon viel geputzt. Die Maskenpflicht gilt ja sowieso. Bei meiner Geschäftsgröße sind nur maximal fünf Menschen erlaubt. Ob wir am Samstag Nachmittag auch öffnen, werden wir uns anschauen“.

Das wird sich auch im Hause Neugebauer überlegt: „Fix ist, dass wir unseren Barbetrieb einstellen. Einen Kaffee zum Einkauf gibt es vorerst nicht“, sagt Albert Neugebauer. Seine Frau Claudia, hat nicht nur Masken gehäkelt, sondern auch genäht. Die Mitarbeiter sind auf jeden Fall versorgt. Jolanta Rosenberger, Panna Cotta.  „Ich habe keine Ahnung, wie die Leute die Läden stürmen werden. Ich glaube eher entspannt und deshalb werden wir vorerst nur von 10 bis 16 Uhr öffnen. Es sind ja viele Mütter mit ihren Kindern daheim, die können gar nicht so einfach shoppen gehen. Gerne bieten wir Terminvereinbarungen mit der Beraterin der Wahl an. Wir müssen das jetzt ruhig angehen, möglichst wenig Partygefühl, weil wir wieder aufsperren oder einkaufen dürfen“.

Bei Trachten Thalbauer am Stadtplatz geht es auch wieder los. Bei Jacken und Dirndln gibt es spezielle Aktionen.

Schaufenster, Wartbereich

Egon´s Bergwöd am Startplatz wandert ebenfalls los: „Ich habe nur eine Bitte an die Kunden: Die Masken selbst mitnehmen“, sagt Inhaber Egon Rost. Bei Vinylton in der Salzburgerstraße stellt Arnold Zuschrott einen Wartebereich mit großen Abständen auf. „Dazu gibt es auch Musik“.

Hermann Stuchlik, Hermann´s Art of Shoes, in der Dragonerstraße hat die Sommerschuhe in der Auslage: „Vielleicht gibt es ja auch eine Corona-Auslage. Mal schauen“.

In der Buchhandlung Friedhuber gibt es Business as Usual. „An der Eingangstür wird aber unser Praktikant stehen, der darauf achtet, dass nicht zuviele Kunden in unser Geschäft kommen“, sagt Cordelio Malavasi. Einen positiven Nebeneffekt hatten die letzten Wochen; „Unser Online Shop ist die letzten elf Jahre nur nebenbei ein bisschen betrieben worden. Jetzt haben wir das intensiviert und es läuft ganz gut für unsere Verhältnisse“.


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