Corona verschärft Jugendarbeitslosigkeit
WELS. Bereits vor der Corona-Krise bekamen im AMS-Bezirk Wels 80 bis 100 Jugendliche pro Jahr keinen Ausbildungsplatz. Jetzt ist die Jugendarbeitslosigkeit auf ein negatives Rekordniveau angestiegen und es zeichnet sich bereits ab, dass die Ausbildungsbetriebe ihr Lehrstellenangebot um bis zu 50 Prozent reduzieren.

Ende April waren in Wels 131 Lehrstellensuchende gemeldet. Die Anzahl der sofort verfügbaren offenen Lehrstellen verringerte sich im Vergleich zum Vorjahr um 20,3 Prozent und ein weiterer Rückgang der Ausbildungsangebote ist zu befürchten. „Neben Bund und Land muss auch die Stadt Wels Initiativen zur Verhinderung einer dramatischen Jugendarbeitslosigkeit setzen§“, sagt SPÖ-Nationalratsabgeordnete Petra Wimmer. Die sozialdemokratische Gemeinderatsfraktion schlug deshalb die Aktivierung des Netzwerks für Jugend vor. Vorteil dieser bestehenden Struktur ist, dass neben der Stadt Wels bereits alle wichtigen institutionellen Partner aus Interessensvertretungen und Bildungsbereich sowie viele Unternehmen aus der Region Netzwerkpartner sind.
Maßnahmenpaket für Jugend
„Ziel des SPÖ-Dringlichkeitsantrages ist der Auftrag des Gemeinderates an den Magistrat dieses Netzwerk zu aktivieren und gemeinsam mit den Partnern ein Maßnahmenpaket für die Welser Jugend zu entwickeln“, berichtet Bildungsstadtrat Johann Reindl-Schwaighofer.


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