Das Ja zur neuen Halle erleichterte den Entschluss: Wimmer geht als Messepräsident
WELS. In der kommenden Aufsichtsratssitzung wird Magistratsdirektor Peter Franzmayr als Messepräsident vorgeschlagen und dem Vernehmen nach auch gewählt werden. Der bisherige Amtsinhaber Hermann Wimmer begründet seine Entscheidung: „Die Messe bleibt in guten Händen. Das Ja zur neuen Halle sichert die Zukunft und hat mich in meinem Entschluss bestärkt.“

Seit Dezember 1994 war Hermann Wimmer im Aufsichtsrat der Messe Wels und bei allen strategischen Entscheidungen maßgeblich mit dabei. 2016 übernahm der ehemalige SP-Vizebürgermeister nach der Wahlniederlage und dem Verlust des Bürgermeister-Sessels an Andreas Rabl (FP) das Amt des Präsidenten, gleichbedeutend mit dem Aufsichtsratsvorsitzenden. FP-Vizebürgermeister Gerhard Kroiß übernahm bei der Pressekonferenz die Lobeshymne an den Bald-Ex-Präsidenten für den erkrankten Bürgermeister: „Ohne die Initiativen von Messepräsident Hermann Wimmer, die er als Mitglied des Aufsichtsrates und als Finanzreferent der Stadt Wels gesetzt hat, stünde die Messe nicht dort, wo sie heute steht.“ Und mit einem Augenzwinkern: „Außerdem hielt er die schnellsten Eröffnungsreden.“ Wimmer bedankte sich: „Jetzt habe ich mehr Zeit zum Motorradfahren.“ An seinen designierten Nachfolger gerichtet: „Ich kann mir keinen Besseren für dieses Ehrenamt vorstellen.“
Viele Herausforderungen
Peter Franzmayr bedankt sich für die Vorschusslorbeeren: „Wenn ich gewählt werde, werde ich mit dem gleichen Einsatz und Engagement wie mein Vorgänger die Arbeit fortsetzen.“ Die Messe steht gut da. Doch durch das Projekt Stadtpark – und damit den Abriss der Hallen 1 bis 13 – fallen Flächen weg. Kompensieren will man das mit einem Neubau. Die Halle 22 soll einen Zugang zur Halle 21 bekommen und sich fast über den gesamten Vorplatz zwischen Rotax Halle und Trabrennplatz erstrecken. Parkplätze werden in Kooperation mit dem Trabrennverein entstehen. Die genaue Planung erfolgt. Der Zeitplan ist ehrgeizig. Das Projekt wird im Frühjahr 2023 starten und die Planvergabe im Herbst. Planbeginn ist vorgesehen für den April 2024 und ein Jahr später der Baubeginn. Vor der Webuild 2026 soll die neue Messehalle fertig sein. Im offiziellen Beamtendeutsch heißt es, dass der Standort auf Konzerttauglichkeit und auf Nutzung als Konferenz- und Tagungsraum geprüft werde, um einen Mehrwert zu schaffen. Also genau das, was schon so lange gefordert wird. Eine Kostenschätzung gibt es nicht, aber man plane eine Drittel-Finanzierung. Damit will sich die Messe zukunftsfit machen.


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