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WEISSKIRCHEN. Seit 2008 ist Norbert Höpoltseder Bürgermeister von Weißkirchen. Eigentlich könnte er heuer sein 15-jähriges Dienstjubiläum feiern, aber das ist nicht sein Stil. Lieber konzentriert er sich auf seine Arbeit. Weil: „Irgendwas geht noch, irgendwas müssen wir noch anreißen. Es macht immer noch Spaß.“

Weißkirchen wächst und wächst. (Foto: Gemeinde)
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Aktuell ist die Gemeinde mitten in der Neuparzellierung von Bergern-Ost. Die Infrastruktur ist hergestellt und die Ersten fangen schon zu bauen an. Generell sind Bauen und Wohnen große Themen in Weißkirchen. „Wir haben rund 3.700 Einwohner und einen großen Bedarf an Wohnraum. Die Preise sind auch bei uns massiv gestiegen, sodass wir schauen müssen, dass wir es auch jungen Weißkirchnern ermöglichen können, hier zu bleiben“, weiß der Bürgermeister. 160 Anmeldungen gab es für die 34 Einzel- und sechs Doppelbauparzellen, die nach einem Punktesystem vergeben wurden, in dem Einheimische oder Personen mit einem Arbeitsplatz in Weißkirchen bevorzugt wurden.

Gute Lage, gute Kinderbetreuung

Warum Weißkirchen als Wohngemeinde so beliebt ist, ist für Höpoltseder klar: „Die Anbindung an den öffentlichen Verkehr ist optimal. Man kann vier Bahnhöfe erreichen und sowohl die A1 als auch die A25 sind schnell erreichbar.“ Dazu kommt die gute Kinderbetreuung. Drei Krabbelgruppen, sechs Kindergartengruppen mit 135 Kindern und acht Schulklassen und 80 Kinder in der Nachmittagsbetreuung. „Von 1,5 bis zehn Jahren haben Eltern die Möglichkeit, Kinder bei uns in Betreuung zu geben – und das auf einem sehr hohen Niveau. Wir leisten uns in jeder Gruppe eine Pädagogin und eine Betreuerin“, ist Höpoltseder stolz.

4.000 sind die Grenze

Auch wenn es in der Kinderbetreuung noch Kapazitäten gibt: „Größer als 4.000 Einwohner wollen wir nicht werden“, stellt der Bürgermeister klar, vor allem auch, weil der Platz begrenzt ist: „Eine so große Widmung wie jetzt wird es nicht mehr geben. Das war die letzte große Fläche, die wir verparzelliert haben“, so der 63-jährige Ortschef.

Neubau der Feuerwehr

Eine Fläche im Zentrum wird in den nächsten Jahren allerdings noch frei. Aufgrund des gewachsenen Betriebsbaugebietes und der Nähe zur Autobahn wurde die Gemeinde im Gefahrenabwehr- und Entwicklungsplan aufgestuft und braucht nun ein Feuerwehrgebäude mit sechs Toren. Derzeit hat man vier Tore und zwei Fahrzeuge in einem Nebengebäude. „Wir haben das Glück, dass wir eine sehr aktive Feuerwehr haben, wo auch Tageseinsätze noch möglich sind“, freut sich der Bürgermeister. „Wir haben 2022 ein Grundstück an der Traunufer Landesstraße angekauft, das auch noch groß genug für einen weiteren Ausbau wäre. Es ist vorgesehen, dass wir ab 2025 bauen. Das ist eine große finanzielle Belastung für die Gemeinde, weil wie wir wissen die Preise derzeit sehr hoch sind und das Ganze 3,5 bis vier Millionen Euro kosten wird. Und wir als Gemeinde 56 Prozent selber tragen müssen“, stöhnt der Bürgermeister. Aber: „Wir haben in den letzten zehn Jahren unseren Schuldenstand drastisch verringert und haben jetzt in Weißkirchen eine Pro-Kopf-Verschuldung von 600 Euro – der Durchschnitt im Land liegt bei 2.000! Da sind wir, da bin ich schon sehr stolz darauf“, freut sich Höpoltseder.


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