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WELS. Das Leben wird immer elektrischer und der Verbrauch steigt. Das Welser Stromnetz steht vor großen Herausforderungen und daher wird kräftig investiert.

Wolfgang Nöstlinger (Foto: Dualpixel)
Wolfgang Nöstlinger (Foto: Dualpixel)

Photovoltaik-Anlagen speisen immer mehr Strom in das Netz. „Die Entwicklung – weg von fossilen Energieformen und hin zum Strom – ist durch die geopolitischen Krisen nochmals beschleunigt worden“, bescheinigt eww Vorstand Wolfgang Nöstlinger. Das alles habe in den vergangenen Monaten die Köpfe rauchen lassen, wie es weitergehen soll. Die Strategie ist klar: „Wir starten nun ein massives Ausbauprogramm, das Wels noch nie gesehen hat. Das schaffen wir aber nicht von heute auf morgen, deswegen wird man nicht sofort von allen Dachflächen PV-Strom im gewünschten Umfang einspeisen können“, erklärt Wels Strom Geschäftsführer Herbert Kierner. Der Ausbau ist ein Thema der Balance zwischen Preis und Technik. Der Strompreis muss für Kunden leistbar sein, aber die Investitionen müssen mit dem Produkt Strom auch wieder verdient werden.

Aber auch aus technischen Gründen wäre ein Ausbau in dieser Dimension nicht kurzfristig umsetzbar, gibt Nöstlinger zu bedenken. „Es gibt nach wie vor Lieferkettenprobleme oder lange Lieferzeiten bei Transformatoren. Wir planen gewissenhaft vor, können aber externe Faktoren nicht beeinflussen.“ Zudem müssten diese Investitionen von der E-Control, die als Behörde jährlich die Netztarife festlege, vorab anerkannt werden. Das sei kein Selbstläufer, so Nöstlinger.

Zahlen und Fakten

In den vergangenen Jahren hat man pro Jahr vier bis sechs Millionen Euro investiert. Das steigt jetzt um das Dreifache an. „Allein das fünfte Umspannwerk in Schafwiesen wird 15 Millionen Euro kosten“, führt Nöstlinger an. „Für die Erweiterung des Umspannwerkes Mitte haben wir 4,5 Millionen Euro geplant.“ Die Verstärkung einer 110-KV-Trasse von Puchberg bis Wels-Nord sei mit 2,5 Millionen Euro veranschlagt. Nöstlinger: „Ohne diesen massiven Ausbau wäre die Veränderung netztechnisch in den kommenden Jahren nicht zu schaffen.“


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