Offenhausen investiert, um zu sparen
OFFENHAUSEN. In Offenhausen ist Sparen angesagt. Seit heuer ist man Härteausgleichsgemeinde und muss noch mehr auf die Finanzen schauen. Nichtsdestotrotz oder auch gerade deswegen stehen einige Investitionen an.

„Wir investieren derzeit, damit wir unsere Finanzen wieder in den Griff bekommen“, erklärt Bürgermeisterin Martina Schmuckermayer. Besonders die Strompreiserhöhungen haben die Gemeinde getroffen, weshalb nun die Leuchtmittel bei der Straßenbeleuchtung getauscht und Photovoltaikanlagen installiert werden. Stockhalle und Kindergarten liefern schon Strom. Musikheim, Turnhalle, Kläranlage/ASZ und FF Großkrottendorf sollen noch eine PV-Anlage bekommen. Um den Strom von diesen Dächern dann auch auf von der Gemeinde betriebene Gebäude (zum Beispiel auch das Freibad) verteilen zu können, wird eine Energie-Gemeinschaft gegründet. „Wir schauen da jetzt schon sehr auf Nachhaltigkeit und das muss sich spätestens in zehn Jahren amortisiert haben“, plant die Bürgermeisterin.
Schule erweitern
Eingereicht ist bereits der Anbau an die Volksschule, um ideale Bedingungen für die Ganztagsschule zu schaffen. Diese findet derzeit provisorisch in der Aula statt und es fehlen ein Speisesaal, eine Vorbereitungsküche und ein Raum für eine fünfte Klasse. „Es wäre schön, wenn das zu Schulbeginn fertig wäre, aber ich glaube nicht daran“, gesteht Schmuckermayer. Nötig wird in Zukunft auch eine zweite Krabbelgruppe werden, denn Offenhausen wächst – „gesund“, wie die Ortschefin betont, die allerdings auch bedauert, dass aufgrund schwer verfügbarer Baugrundstücke so manch junge Offenhausener in eine Nachbargemeinde abwandern.
Ältere gut versorgen
Nicht nur für die jungen Gemeindebürger wird etwas gemacht, auch für die ältere Generation. „Wir arbeiten daran, altersgerechtes Wohnen anzubieten“, erzählt Schmuckermayer und freut sich, dass es seit März „Essen auf Rädern“ gibt. Neu ist auch „Guat Betreut“ von Gudrun Mildner, die stundenweise Betreuung und Unterstützung für Angehörige anbietet. Außerdem ermöglicht die neue „Zeitbank +“ Gemeindebürgern jeden Alters, unentgeltlich Hilfe anzubieten oder auch in Anspruch zu nehmen und die Abrechnung erfolgt über ein Zeit-Konto, das man sich idealerweise in jungen Jahren auffüllt, um es dann im Alter nutzen zu können.
Da das Gemeindezentrum neu samt Spar-Markt am Gelände der alten Gerberei vorerst gescheitert ist, wird wohl doch das alte Amtsgebäude saniert werden müssen. „Das haben wir schon oft wegen anderer Bauvorhaben verschoben, aber es ist aus den 50ern, hat eine Stromheizung, das Dach gehört erneuert und die zwei Wohnungen oben sind nicht mehr vermietbar“, weiß die Bürgermeisterin. Auch das Sportheim beim SCO-Fußball ist schon sehr desolat und bei der FF Offenhausen steht ein Anbau an, damit es auch Anlagen für weibliche Feuerwehrmitglieder gibt und ein Katastrophenlager entstehen kann.
Erfreuliches steht 2024 aber natürlich auch an, denn es gibt noch viel zu feiern: Der Fußballverein feiert Pfingsten 60 Jahre, die Landjugend Offenhausen wird heuer 60 und die FF Offenhausen sogar 140 Jahre.


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