Flaute am Welser Arbeitsmarkt
WELS. Ende Juni sind in der Region 3.939 Personen arbeitslos gemeldet, um 774 mehr als im Jahr davor. 1.000 besuchen Aus-und Weiterbildungsangebote, ein Plus von 118.

„Die Zahl der Arbeitsuchenden ist Ende Juni im Vergleich zum Vormonat praktisch gleichgeblieben. Im Vergleich zum Vorjahr haben wir aber einen Anstieg um 24,5 Prozent“, fasst Othmar Kraml, Leiter des AMS Wels die regionale Entwicklung zusammen. Besonders markant sind die Anstiege im Jahresvergleich bei den Männern und Ausländern, nach Berufen im Bereich Büro und den Hilfsberufen.
Der Stellenzugang im abgelaufenen Monat lag mit 940 deutlich niedriger als zum Vergleichszeitpunkt des Vorjahres (minus 183 oder 16,3 Prozent). Besonders betroffen sind hier die Bereiche Hilfsberufe, Büro, Techniker und Arbeitskräfteüberlasser.
Erfreulich ist der Umstand, dass die Zahl der Langzeitarbeitslosen praktisch gleichgeblieben ist (511, plus 5). Allerdings steigt die Zahl jener, die bereits länger als 6 Monate auf Arbeitsuche sind deutlich (773, plus 324 oder 72,2 Prozent). Gute Nachrichten gibt es vom Lehrstellenmarkt. Insgesamt können 153 Jugendliche zwischen 297 Lehrstellen wählen. „Ich rechne heuer mit keiner nennenswerten Erholung am regionalen Arbeitsmarkt mehr. Die Signale, die wir aus den Betrieben erhalten und auch die volkswirtschaftlichen Kennzahlenlassen lassen erst auf eine Entspannung im nächsten Jahr hoffen“, so Kraml abschließend.


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