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Langer Weg zur Gedenktafel für Holocaust-Opfer in Gunskirchen

Gerald Nowak, 18.12.2024 09:24

GUNSKIRCHEN. Die SP-Fraktion stellte im Gemeinderat den Antrag auf Anbringung einer Gedenktafel am ehemaligen Gebäude der SS-Kommandantur in der Kirchengasse. Mit 20:11 Stimmen bekam dieser die Mehrheit.

Vzbgm. Christian Renner und... (Foto: privat)
Vzbgm. Christian Renner und... (Foto: privat)

„80 Jahre nach der Befreiung des KZ-Außenlagers in Gunskirchen können wir endlich sichtbar machen, was geschah und nie wieder geschehen darf“, erklärt SP-Vizebürgermeister Christian Renner. Immer wieder gab es Gespräche mit VP-Bürgermeister Christian Schöffmann. Doch trotz mehrere Zusagen kam das Thema nie zur Abstimmung in den Gemeinderat, so die Sozialdemokraten. Deswegen brachten jetzt sie den Antrag ein. Die Abstimmung erfolgte geheim und brachte die Mehrheit. Mandatsverteilung: VP:15, SP:11 und FP:5.

Gedenkinitiative gegründet

Bereits im Oktober gründete sich die Gedenkinitiative Gunskirchen-Edt, um die Forschung und Erinnerungsarbeit an das ehemalige KZ-Außenlager Gunskirchen zu unterstützen. In den letzten Monaten des Zweiten Weltkrieges wurden 20.000 Häftlinge aus Mauthausen auf den „Todesmärschen“ nach Gunskirchen geschickt, 6.000 von ihnen starben schon auf dem Weg an Erschöpfung. Mehrere Proponenten der Gedenkinitiative wandten sich in den letzten Jahren an die Marktgemeinde, um eine Gedenktafel am Haus Kirchengasse 14 anzubringen. Die dort gefangen gehaltenen Zwangsarbeiter wurden täglich durch den Ort getrieben und mussten die Baracken für das KZ-Außenlager im Wald „Hochholz“ aufbauen, wo sie letztlich ermordet wurden oder völlig entkräftet verstarben.


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