Grüne fordern Sonntagsbus für die Weihnachtswelt: Verwunderung bei FP und VP
WELS. In einem Punkt sind sich die Parteien einig. Das Verkehrskonzept bei der Weihnachtswelt gehört dringend überarbeitet. Die VP brachte ein „Christkind-Parkticket“ für Tiefgaragen ins Spiel, FP-Bürgermeister Andreas Rabl eine Ausweitung der Gebührenzone. Die Grünen fordern nun einen Sonntagsbus während des Weihnachtsmarkts.
Von Freitag bis Sonntag herrschte während der Weihachtswelt-Zeit in der Innenstadt gelinde gesagt Chaos. Überlastete Zufahrten und lange Wartzeiten in der Autokolonne auf der Suche nach einem Parkplatz. Die Tiefgaragen waren leer.
Die Grünen bringen in der Gemeinderatssitzung am Montag, 26. Jänner gemeinsam mit Neos und MFG einen Antrag für einen Sonntagsbus in der Adventzeit. Die Kosten wären überschaubar und durch Fahrkartenerlöse teilweise abgedeckt. Fahren sollen die Busse an den Sonntagen und am 8. Dezember ab 11 Uhr. Das von der VP geforderte Christkind-Parkticket sehen die Grünen kritisch: „
„Öffentlicher Verkehr wird von der ÖVP gar nicht als Teil der Lösung gedacht – und das halte ich für einen zentralen Fehler“, meint Miriam Faber, Verkehrssprecherin der Welser Grünen. „Parkleitsysteme und digitale Information sind natürlich sinnvoll. Wie aber auch Stadtrat Stefan Ganzert selbst öffentlich festgehalten hat, sind Lösungen wie das Christkindl-Parkticket Verhandlungssache zwischen dem Veranstalter und den privaten Parkhausbetreibern. Ohne ein attraktives öffentliches Angebot bleibt man dennoch im Autoverkehr stecken“. Erweiterte Gebührenzonen treffen nur die Anrainer. Die Stadt habe außerdem den Verkauf von Parkgaragen an private Betreiber bewusst in Kauf genommen.
„Keine Parkgaragen verkauft“
Die FP und VP halten in einer gemeinsamen Pressaussendung fest, dass die Stadt keine Tiefgarage verkauft hat. Eine Erweiterung der Gebührenzone in der Adventzeit scheint vom Tisch. Die Aussendung der Grünen sorgt trotzdem für Verwunderung. „Die Einführung eines Sonntagsbusses alleine ist aber wenig zielführend, da die meisten Besucher des Weihnachtsmarkts von außerhalb Wels anreisen. Darüber hinaus besteht die Verkehrsüberlastung zumeist freitags, samstags und sonntags ab 16 Uhr. Der Sonntagsbus als Einzelmaßnahme ist daher für die Problemlösung ungeeignet“, heißt es einer Aussendung.
„Ende Jänner wird es mit allen Stakeholdern einen Verkehrsgipfel geben, um Maßnahmen für eine Verbesserung der Verkehrssituation zu erörtern. Zur Lösung der Thematik wird die Schaffung eines eigenen Pendlerparkplatzes mit Shuttleverbindung genauso angedacht wie Kooperationen mit Tiefgaragenbetreibern und die Etablierung eines Verkehrsleitsystems.
Gespräche mit dem SP-Mobilitätsstadtrat Stefan Ganzert wird es geben und dieser in die Maßnahmen eingebunden.
FP-Bgm. Rabl: „Rabl: „Zur Lösung des Verkehrsproblems während der Adventzeit braucht es ein Maßnahmenbündel, das aufeinander abgestimmt ist“.
VP-Stadtrat Martin Oberndorfer: „Rabl: „Zur Lösung des Verkehrsproblems während der Adventzeit braucht es ein Maßnahmenbündel, das aufeinander abgestimmt ist.
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