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WEYER. Vor 50 Jahren verstarb Erwin Komenda in Stuttgart. Der Automobildesigner hatte sich bei der Familie Porsche einen Namen gemacht.

Zur Erinnerung an VW- und Porsche-Designer Erwin Komenda. Gottfried Kneifel (rechts; Institut Wirtschaftsstandort Oberösterreich) und Wolfgang Kodada (Design-Austria) legten am Familiengrab in Weyer einen Kranz nieder. Foto: IWS/Komenda

Bis zu seinem frühen Tod am 22. August 1966 im Alter von 62 Jahren war Erwin Komenda aktiver Mitarbeiter bei Porsche. Sein Leben endete mit der Entwicklung des Porsche 911. Die letzte Lebensphase war gekennzeichnet durch innerbetriebliche Schwierigkeiten mit Porsche-Familienmitgliedern.

Ausbildung in Steyr

Geboren wurde Komenda 1904 in Jauern am Semmering. 1913 übersiedelte seine Familie nach Weyer, sein Vater Franz war dort technischer Leiter des Elektrizitätswerks. Von 1916 bis 1920 besuchte er die Höhere Technische Lehranstalt für Eisenverarbeitung in Steyr, ehe er seinen ersten Job als Automobilkonstrukteur in Wien annahm. 1926 kehrte Erwin Komenda nach Oberösterreich zurück. Als Konstrukteur in den Steyr-Werken begegnete er erstmals Ferdinand Porsche, der nach seinem Austritt bei der Daimler Benz AG als technischer Direktor nach Steyr kam. Von 1929 bis 1931 war Komenda Chefkonstrukteur der Versuchs- und Karosserieentwicklungsabteilung der Daimler-Benz AG in Sindelfingen. In dieser Zeit entstanden Autos wie der Mercedes-Benz Typ Mannheim 370 K in bemerkenswert gewichtssparendem Aufbau, neuem Design, ausgestattet mit Steyrer Technik.Im November 1931 trat Komenda dem von Ferdinand Porsche neu gegründeten Konstruktionsbüro als Leiter der Karosserieaufbauabteilung bei, die er bis 1966 leitete. Er entwickelte unter anderem die Karosserie des VW-Käfers - der mit über 21,5 Millionen gebauten Exemplaren zum meistverkauften Automobil des 20. Jahrhunderts wurde.

Gedenkfeier in Weyer

Anlässlich seines 50. Todestages fand am Familiengrab in Weyer eine Kranzniederlegung statt. Gottfried Kneifel, Geschäftsführer des Institut Wirtschaftsstandort Oberösterreich, stellte dazu fest, dass die Erinnerung an den großen Techniker und Konstrukteur beispielhaft für viele oö. Forscher und Techniker im Bewusstsein bleiben soll: „Auch deshalb, um in der Gegenwart Mut und Kraft für Veränderungen, kreatives Gestalten und ein positives Forschungs- und Technologie-Klima zu fördern.“

Weitere Infos: www.komenda.at


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