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REGION STEYR. „Fasten wird als Möglichkeit zur Umkehr gesehen. Frei nach dem Spruch: Weniger ist mehr. Auch, wenn es nicht immer leicht fällt“, erklärt Anita Buchberger, Leiterin des Projekts Kirche im Aufbruch im Dekanat Weyer. Dort wird derzeit Plastik gefastet.

Petra Schwödiauer (links) und Anita Buchberger vom Dekanatsprojekt „Kirche im Aufbruch" haben das Plastikfasten im Ennstal ins Leben gerufen.

Während sich die einen den Verzicht auf Fleisch, Alkohol oder Süßigkeiten auferlegt haben, öfter bewusst ihr Auto stehen lassen oder das Handy abschalten, ist im Dekanat Weyer heuer insbesondere das Vermeiden von Plastik angesagt.

Wer den Supermarkt betritt und die Regale überblickt, erahnt die Herausforderung dahinter. „Petra Schwödiauer und ich haben die Aktion bei einem Austauschabend zum Thema Schöpfungsverantwortung gestartet“, erzählt Buchberger. Ihr ist klar: 40 Tage auf Plastik zu verzichten ist sehr schwierig – „aber es geht um eine Sensibilisierung. Papst Franziskus sagt: Die Erde, unser Haus, scheint sich immer mehr in eine unermessliche Mülldeponie zu verwandeln.“

Dass die Natur zunehmend mit Kunststoff belastet ist, hänge mit unserem Einkaufsverhalten zusammen. „Plastik zersetzt sich erst nach Jahrhunderten vollständig. Wird der Konsum nicht drastisch reduziert, schwimmt laut Studien im Jahr 2050 dreimal mehr Plastik im Meer als Fische“, so Buchberger.

Alternativen finden

Am Projekt des bestmöglichen Plastikverzichts beteiligen sich alle neun Pfarren des Dekanats Weyer. Die Idee ist, sich bewusst mit Alternativen zu Kunststoff auseinanderzusetzen. Nicht nur Erwachsene sind dazu aufgerufen, so Christoph Tomani, Beauftragter für Jugendpastoral, der eine Jugendstunde konzipiert hat. Für Jugendliche, Jugendgruppen und Schulklassen besteht auch die Möglichkeit, sich künstlerisch mit dem Thema zu befassen: Aus Plastikmüll sollen Bilder oder Skulpturen angefertigt werden, die im Rahmen eines Reflexionstreffens ausgestellt werden.

Austausch und Tipps

Am Donnerstag, 8. März, findet um 19 Uhr ein Austauschabend im Pfarrsaal in Großraming statt, bei dem sich die Teilnehmer der Fastenaktion über ihre Erfahrungen austauschen können.

Auf www.dioezese-linz.at/dekanat/weyer gibt es während der Fastenzeit auch regelmäßige Tipps, spirituelle Impulse, einen Blog und Erfahrungsberichte zur Aktion.

Junge Menschen erklären warum

Lisa Infanger (26) aus Ternberg: „Durch das Vorbild meiner Eltern und weil mir meine Umwelt wichtig ist, lasse ich seit Jahren Plastik weg, wo es leicht geht. Plastikfasten sehe ich als Herausforderung, noch bewusster einzukaufen und alte Gewohnheiten zu überdenken.“

Romana Ahrer (24) aus Maria Neustift: „Ich versuche zu schauen: Welche Dinge brauche ich wirklich und was kann ich in nächster Nähe bekommen, um Müll möglichst gering zu halten. Ich habe damit bisher gute Erfahrungen gemacht. Wenn man seine direkte Umgebung bewusst genauer betrachtet, wird man staunen, was sie alles bietet.“

Sophia Wachter (13) aus Ternberg: „Ich mache mit beim Plastikfasten, weil es der Umwelt gut tut. Viele Tiere verenden qualvoll, denn sie fressen Plastik und verfangen sich in Plastiknetzen. Über die Nahrungskette gelangt das Plastik auch in unseren Körper.“

Luca Weigner (13) aus Ternberg: „Ich tue beim Plastikfasten mit, damit ich weniger Plastikmüll habe. Viel Müll landet im Meer und die Tiere fressen den Müll. Plastik kann die Tiere töten. Wenn ich schaue, weniger Plastik zu kaufen, dann haben die Tiere auch bessere Überlebenschancen.“


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Gastuser
Gastuser
05.03.2018 08:33

Spitze Idee!

Da mach ich gleich mit... Auch wenn ich in Linz wohne und doch etwas verspätet dran bin, schließe ich mich dem Plastikfasten an. Dann wird halt etwas verlängert...

Antworten
Gastuser
Gastuser
12.03.2018 23:46

Spitze

Ich finde das spitze, wenn sie sich anhängen - es kann ja jederzeit damit begonnen werden und es sollte im besten Fall eine wirkliche bewusste Lebensumstellung erfolgen - wichtig ist einfach: viele kleine Schritte, damit man die neuen Gewohnheiten automatisiert! Viel Erfolg!

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