Schafrisse in Weyer: Wolf in Verdacht
WEYER. Zwei tote Schafe zu beklagen hat ein Landwirt in der Gemeinde Weyer. Früh am Morgen entdeckte die Nachbarin des Schafhalters die verendeten Tiere knapp oberhalb des Bauernhauses bzw. ihres Hauses.

Der Bauer kontaktierte daraufhin den Landesverband für Schafzucht und -haltung. Die zuständige Wildschadensberatung der Landwirtschaftskammer sicherte vor Ort die Spuren und führt nach eingehender Prüfung die toten Tiere mit hoher Wahrscheinlichkeit auf einen Wolf zurück. DNA-Proben sollen ein endgültiges Ergebnis bringen. Bestätigt sich die Vermutung, übernimmt das Land OÖ die finanzielle Entschädigung.
Der Weyrer Landwirt wurde indes gebeten, seine Schafe nachts einzusperren und den Stall wolfssicher zu machen. „In den kommenden Wochen werden in der Region die Schafe auf die Almen getrieben, ein nächtlicher Schutz gegen Wölfe ist dort praktisch nicht möglich. Der Wolf bringt die Weidetierhaltung und Almenbewirtschaftung momentan in schwerste Bedrängnis“, so Franz Reisecker, Präsident der Landwirtschaftskammer OÖ. Er betont, die Akzeptanz für den Wolf könne nur steigen, wenn es auch die Möglichkeit gebe, diesen in der Nähe von Beweidungen zu erlegen.


Kommentare sind nur für eingeloggte User verfügbar.
Jetzt anmelden