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WEYER. Der Dürnbach als größter Zubringer zum Gaflenzbach gefährdet große Teile des westlichen Ortszentrums von Weyer. Durch jetzt in den Startlöchern stehende Maßnahmen soll sich ein verbesserter Schutz für 102 Gebäude ergeben.

Beim Spatenstich auf der Freifläche des ASKÖ Stockplatzes Foto: Marktgemeinde Weyer
Beim Spatenstich auf der Freifläche des ASKÖ Stockplatzes Foto: Marktgemeinde Weyer

Hochwasserereignisse veranlassten schon vor mehr als 100 Jahren zur Verbauung des Dürnbachlaufs. Das letzte große Ereignis fand im August 2002 statt – auch Teile des Weyrer Marktplatzes waren überflutet. Die Gefahrenquellen: ein zu kleines Bachbett, massive Geschiebeauflandungen und die Verklausungsgefahr von Brücken. In der Marktchronik wird der Dürnbach nicht zu Unrecht als größter Geschiebelieferant des Gaflenzbaches erwähnt.

Worum es jetzt geht

Planungsziele der heuer beginnenden Baumaßnahmen sind ein zirka sechsfach erhöhter präventiver Schutz für das Ortszentrum sowie der lokale Schutz gefährdeter Objekte im Oberlauf Dürnbach und entlang der Zubringer.

Im ersten Bauabschnitt wird im Weyrer Marktzentrum das Bachbett über eine Länge von ca. 500 Metern neu ausgebaut. Aufgrund der engen Platzverhältnisse im Unterlauf ist eine Sohlabsenkung die einzige Möglichkeit, die Hochwassersicherheit im Ortsbereich zu erhöhen. Dabei müssen auch zwei Brücken neu errichtet werden. Künftig sollen auch Wasserlebewesen vom Gaflenzbach wieder ungehindert in den Dürnbach aufsteigen können.

Maßnahmen der kommenden Jahren

Weiters sind dann noch zwei große Filterbauwerke geplant, die im Siedlungsgebiet Verklausungen verhindern und Geschiebeauflandungen reduzieren sollen: Oberhalb der Straßenmeisterei wird ein Geschiebe- und Wildholzfilterbauwerk für bis zu 6300 m³ Material errichtet, beim wichtigen Zubringer Mühleinerbach soll Platz für 2500 m³ Material entstehen. Hinzu kommt die Instandhaltung bestehender Schutzbauwerke.

Die Gesamtkosten des Projekts, das bis 2033 umgesetzt werden soll, belaufen sich auf rund 6,7 Mio. Euro (59% Bund, 15% Land, 15% Marktgemeinde, 11% OÖ Landesstraßenverwaltung u. Abteilung Brücken- und Tunnelbau (Land OÖ)).


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