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WEYER. Seit Jahrhunderten ist Weyer wirtschaftliches und kulturelles Zentrum der Dreiländer-Region OÖ, NÖ und Steiermark. Für die Entwicklung des Ortes beginnt jetzt ein fachlich begleiteter Prozess.

Einige Mitglieder der Weyrer Arbeitsgruppe „Ortsumfahrung & Ortsentwicklung“ am Standort des Kreisverkehrs, der einmal in den zweiten Tunnel führt. Fünf Häuser wurden auf diesem riesigen Areal 2019 abgerissen. V. li.: Karl Haidinger (FP), Herbert Matzenberger (VP), Bgm. Gerhard Klaffner, Franz Haider (SP), Eva Aigner (WBL) Foto: privat

Laut Bundesdenkmalamt ist Weyer eines der wertvollsten mittelalterlichen Juwele Österreichs. Diese Sonderstellung ist vor allem aufgrund des Durchzugsverkehrs bedroht. Deshalb arbeitet das Amt der Landesregierung sehr aktiv an der ortsnahen Umfahrungslösung. Inzwischen ist das Projekt weit fortgeschritten, Objekt- und Grundeinlösen sind abgeschlossen, Liegenschaften entfernt. Das Ortsbild hat sich bereits verändert. Die Landesdienststellen beginnen nun mit den straßenrechtlichen Bewilligungsverfahren und der EU-weiten Ausschreibung der gesamten Baumaßnahmen.

Experten gefragt

Die Arbeitsgruppe „Ortsumfahrung & Ortsentwicklung Weyer“, bestehend aus Mandataren der im Gemeinderat vertretenen Fraktionen, hat sich in den vergangenen Monaten intensiv mit der Planung und Durchführung eines strukturierten Ortsentwicklungsprozesses für Weyer unter Einbeziehung der neuen Umfahrung befasst. Gemeinsam mit der Wirtschaft, Hausbesitzern und Einwohnern zielt man auf eine Vision für das Zentrum von Weyer; externe Experten sollen Vorschläge vorlegen. Auch eine Unterstützung bei Projektumsetzungen wird von der Arbeitsgruppe als notwendig erachtet. Mehrere Beraterfirmen wurden daher zur Angebotslegung eingeladen. Nach ausführlicher Prüfung fanden Ende Jänner 2020 Hearings statt, in denen die Arbeitsgruppe mit den Anbietern viele Details abklären konnte.

In der letzten Sitzung des Gemeindevorstandes dann die Entscheidung: Die Wallenberger & Linhard Regionalberatung KG aus Horn ist mit der fachlichen Begleitung der Ortsentwicklung beauftragt. Die Auftragssumme von 28.224 Euro wird finanziert durch Eigenmittel der Marktgemeinde und Fördermittel des Landes OÖ.


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Futureist
Futureist
13.05.2020 16:58

Verwalten statt gestalten

Seit zwei Jahren warten Gemeindebürger darauf sich in den Entwicklungsprozess einbringen zu können. Dies würde auch vor zwei Jahren so vollmundig von den Gemeindevertretern verlautbart. Geschehen ist bis jetzt nix, alle Anfragen verlaufen im leeren. Leider wird von Seite der Gemeinde nur mehr verwaltet und nichts mehr gestaltet. Extrem schade!!! Wenn das so weitergeht haben wir einen Tunnel um einen leere ideenlosen Marktplatz. Ein besorgter Bürger.


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