Kleinen Bädern droht das Aus
STEYR-LAND. Neun Freibäder gibt es im Bezirk. Geht es nach einer vom Land Oberösterreich beauftragten Studie, sollen bis 2025 fünf dieser Bäder aus Kostengründen geschlossen werden.

45.000 Euro beträgt der durchschnittliche Verlust, den jedes einzelne der 144 Freibäder jährlich in Oberösterreich zu verbuchen hat. Weitaus geringer ist der Abgang in der Regel bei den 67 Strandbädern an Flüssen und Seen sowie bei den 19 Naturbädern (kleine, künstlich angelegte Badeteiche). Deshalb soll die Zahl der Freibäder in Oberösterreich bis 2025 unter 100 gesenkt werden. Die Bäderstudie schlägt ein Freibad für 15.000 Einwohner vor. Für den Bezirk Steyr-Land mit 60.000 Einwohnern würde das künftig vier Bäder bedeuten. Wenn ein Bad nicht rentabel genug ist und sich im Umkreis von 15 Kilometern ein weiteres befindet, soll es über kurz oder lang geschlossen werden. Freilich bleibt diese Entscheidung bei der jeweiligen Gemeinde, auf die Unterstützung des Landes darf man aber nicht mehr hoffen. Abgangsgemeinden wird letztlich keine andere Möglichkeit mehr bleiben, als der Empfehlung des Landes zu folgen, weil größere Sanierungen nicht mehr gefördert werden.
Freibäder im Bezirk Steyr-Land: Gaflenz (1.900 Einwohner), Garsten (6.600), Großraming (2.700), Laussa (1.250), Pfarrkirchen-Bad Hall (7.200), Sierning (9.200), Ternberg (3.400), Weyer (4.300), Wolfern (3.150)


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