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Naturpark Attersee-Traunsee: Respektvolles Miteinander – der richtige Umgang mit Weidevieh

Wolfgang Macherhammer, 05.08.2019 13:31

WEYREGG/A. Mit der Ausgabe von rund 100 Hinweistafeln „Achtung Weidevieh – Mutterkühe verteidigen ihre Kälber“ haben die Ortsbauernschaften von Weyregg und Steinbach sowie Altmünster gemeinsam mit dem Naturparkverein die Aktion „Respektvolles Miteinander im Naturpark Attersee-Traunsee“ gestartet.

Clemens Schnaitl, Anton Nussbaumer, Josef Felleitner, Franz und Karin Kaltenleitner, Franz Schögl, Angela Schallmeiner und Albert Zopf (v.l.) Foto: Naturpark Attersee-Traunsee, Pumberger

Diese Tafeln werden an Weidezäunen angebracht, wo Wanderwege über Kuhweiden führen. Sie sollen auf mögliche Gefahren unbewussten Handelns hinweisen und Bewusstsein schaffen für den richtigen Umgang mit dem Weidevieh.

Tiroler „Kuh-Urteil“ hat das Thema angeheizt

„Das ist nun eine erste Maßnahme, weitere Aktionen und Projekte werden folgen. Ziel der Initiative ,Respektvolles Miteinander“ ist es, Bewusstsein zu schaffen für einen verantwortungsvollen Umgang mit und in der Kulturlandschaft. Das ,Kuh-Urteil“ in Tirol hat das Thema breitenwirksam gemacht, jedoch beschäftigen tut es die Bauern schon länger, nimmt doch die Nutzung der Kulturlandschaft als Erholungs- und Erlebnisraum stetig zu. Das kann zu Nutzungskonflikten führen. Wir wollen dazu gemeinsam einen Aktionsplan entwickeln und eine verträgliche Besucherlenkung fördern“, so Clemens Schnaitl, Geschäftsführer des Naturparkvereins.

Treffen auf der Kreuzing-Alm

Bei einer Gesprächsrunde auf der Kreuzing-Alm wurden die Anliegen der Bauern und ihre Beobachtungen und Erlebnisse besprochen und teilweise auch ihrem Ärger Luft gemacht. „Rücksichtsloses Verhalten nimmt leider auch mit der zunehmenden Nutzung der Kulturlandschaft für Erholungszwecke zu“, so der allgemeine Tenor. Den Bauern, die mit viel Einsatz und Idealismus die vielfältige Kulturlandschaft bewirtschaften und hochwertige Lebensmittel erzeugen, ist es ein großes Anliegen, dass die Nutzer der Wander- und Radwege auch Verständnis für die Bewirtschaftung entwickeln. So kann eine verträgliche Nutzung der Landschaft durch alle Beteiligten gelingen.


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