Windhaagerin leistet Sozialarbeit für Schulkinder in Chile
WINDHAAG. Am anderen Ende der Welt – in Chile – leiden Kinder oft unter extremer Armut oder Benachteiligung. Diesen Kindern will Maria Brandstätter aus Windhaag helfen und arbeitet für die gemeinnützige Organisation Visocial als Volontärin.

Seit April unterstützt die 26-Jährige die Organisation, die es sich zur Aufgabe gemacht hat, die Lebensqualität von Kindern und Jugendlichen durch soziale Projekte zu verbessern. In der Schule Alemania in Santiago de Chile versucht Visocial durch verschiedene Workshops, wichtige Werte wie Respekt, Disziplin, Toleranz und Freundschaft zu vermitteln und die Kinder damit von der Straße fern zu halten. „Die Schule hat 369 Schüler zwischen vier und 16 Jahren und befindet sich im Stadtviertel Balmaceda. Dort leben viele Migranten, oftmals mehrere Familien in einer Wohnung. Viele Kinder haben keine Papiere und sind nirgends registriert. Daher fehlt auch jegliche finanzielle und soziale Unterstützung vom Staat. Die Kinder und Jugendlichen sind auch oftmals Gewalt, Alkohol oder Drogen ausgesetzt“, erzählt Maria Brandstätter, die ihr Studium für Volksschul-Lehramt fast in der Tasche hat.
Ab nach Südamerika
Sie möchte später vielleicht einen Beruf im sozialen Bereich ergreifen, weshalb sie im Internet recherchiert hat und so auf den Verein viSozial e.V. aufmerksam wurde. Dieser deutsche Verein unterstützt Visocial in Chile und schon zwei Monate nachdem sie ihre Bewerbung abgeschickt hatte, saß die Freistädterin auch schon im Flieger nach Südamerika.
Ihre tägliche Arbeit in der Schule zeigte ihr unmittelbar auf, wie stark die kulturellen und finanzielle Unterschiede sind: „Die Schule verfügt weder über einen wirklichen Turnsaal, noch über genügend Lernmaterialien, wie dies in Österreich der Fall ist. Auch administrative Tätigkeiten, wie zum Beispiel die Registrierung einiger Kinder für das Patenschaftsprogramm von Visocial, nehmen viel Zeit in Anspruch. Es dauerte eine Weil bis ich in der Schule eine Ansprechperson fand, die mir auch wirklich behilflich war. Mittlerweile bin ich jedoch Teil der Schulgemeinschaft und genieße die Zeit mit den Kindern.“ Diese wird angesichts der vielen Arbeit schnell verflogen sein, denn im Dezember, wenn in Chile die Sommerferien beginnen, tritt Maria wieder ihre Heimreise nach Österreich an.
Pate werden
Visocial bietet eine Kinder-Patenschaft an. Damit unterstützt der Pate nicht nur das Kind, sondern das gesamte Projekt. Der Pate kann mit seinem Patenkind per Brief oder einem Besuch im Projekt in Chile Kontakt aufnehmen. Infos: www.visozial.org/Patenschaft.


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