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Landkrimi-Dreh, der Zweite: Für die Schauspieler war's ein bisschen wie Heimkommen

Mag. Claudia Greindl, 05.07.2017 11:47

WINDHAAG BEI FREISTADT. In der Freiwald-Gemeinde ist es offenbar zum Sterben schön: Dieser Tage hat die Filmcrew die Dreharbeiten für den zweiten ORF-Landkrimi „Der Tote im See“ abgeschlossen. Für die Schauspieler, darunter Josef Hader, Maria Hofstätter, Miriam Fussenegger, Erni Mangold und Fritz Karl, war der neuerliche Aufenthalt in Windhaag „ein bisschen wie Heimkommen“. Tips traf die Publikumslieblinge am letzten Drehtag.

Kamera läuft! Mittlerweile ist die letzte Klappe gefallen.
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Zahlreiche Windhaager hatten wie schon beim ersten Landkrimi „Der Tote am Teich“ die Gelegenheit bekommen, in die eine oder andere Neben- und Statistenrolle zu schlüpfen. „Natürlich lernt man die Leute ein bisschen kennen und freut sich, wenn man sie wiedersieht - das war für mich ein bisschen wie heimkommen“, meint „Kommissarin Grete Öller“ Maria Hofstätter. Für Fritz Karl, der diesmal im Film unter der Regie von Nikolaus Leytner sein Leben lassen muss, war das Mühlviertel vollkommenes Neuland. „Ich lerne die Gegend erst jetzt kennen, obwohl ich selber aus Oberösterreich stamme“, schwärmt Karl.

Wohlbekanntes Landleben

Wohlbekannt ist das Mühviertel hingegen Josef Hader, der aus Waldhausen im Strudengau stammt. Ob er nun eher ein Land- oder ein Stadtmensch ist, wollte Tips von ihm wissen. „Ich kenne das Landleben ja gut, ich weiß, was Rechen und Heuen heißt, ich weiß, wie staubig es beim Stoaklaubn (Steineklauben) zugeht - ich mag es auch, auf dem Land zu drehen, aber nach zwei, drei Tagen sehne ich mich dann doch wieder in die Stadt zurück“, so Hader. „Ich bin trotzdem ein Mühlviertler, obwohl ich gerade in den deutschen Medien oft als Wiener bezeichnet werde. Ich bin Ober-, Niederösterreicher und Wiener - im Grunde stimmt alles.“ In „Der Tote im See“ hat er als pensionierter Polizist Sepp Ahorner diesmal keine große Rolle, obwohl er in Verdacht gerät, mit dem Mord etwas zu tun zu haben. „Ich habe nicht viel Text, dafür waren die Dreharbeiten ein großes Vergnügen für mich“, lacht er.

Bürgermeister verhaftet Mörder

Höchst vergnüglich verliefen die Dreharbeiten auch für Windhaags Bürgermeister Erich Traxler. Er ist stolz darauf, dass Windhaag und seine Bevölkerung sich neuerlich in einem Landkrimi präsentieren können. „Der Ortsname wird nicht genannt, aber man sieht, wie schön es in unserem Ort und in unserer Gegend ist“, sagt der Ortschef, im Zivilberuf Polizist. Wie schon bei „Der Tote am Teich“ darf er auch diesmal zuletzt dem Mörder die Handschellen anlegen.

150.000 Euro Landeszuschuss

Auch dem Land Oberösterreich, das Windhaag zum Abschluss der Dreharbeiten in Gestalt von Landeshauptmann Thomas Stelzer und Landeshauptmann-Stellvertreter Michael Strugl besuchte, ist der Landkrimi diesmal einiges wert: „Die Folge wird mit 150.000 Euro unterstützt“, sagte Strugl im Tips-Gespräch. Zum Vergleich: Jede einzelne Folge von „SOKO Donau“ bekommt 70.000 Euro aus dem Landesbudget. Der erste oö. Landkrimi hatte bei der Erstausstrahlung im ORF die höchsten Zuschauerzahlen aller Landkrimis gehabt. Mit 840.000 Sehern des ersten Teils, europaweit über den Sender Arte waren es sogar rund 1,5 Millionen, sei die Werbewirksamkeit des Films nicht zu unterschätzen.

Landkrimi für Region ein gutes Geschäft

„Alleine durch die Wertschöpfung in Hohe von 380.000 Euro, die direkt durch die Dreharbeiten erhielt wird, ist das schon ein gutes Geschäft“, ist Strugl überzeugt. „Oberösterreich wird mit seiner beeindruckenden Landschaft für Filmproduktionen immer interessanter“, schlägt Landeshauptmann Stelzer in die selbe Kerbe. Wenn die 80-köpfige Filmcrew nun abgezogen ist, wird es in Windhaag auch Führungen zu den gekennzeichneten Drehorten geben. Koordinieren wird diese Tourismusangebote Christoph Lettner, Geschäftsführer des Green Belt Centers. „Den Werbewert des Landkrimis kann man gar nicht hoch genug einschätzen. Bezahlen könnten wir diese Werbung zur besten Sendezeit sowieso nicht.“

Ausstrahlungstermin 2018

Gesendet wird „Der Tote im See“ im ORF im Jahr 2018. Im Kino wird der Landkrimi bereits im Herbst 2017 anlaufen. Ob es auch eine dritte Folge aus Windhaag geben wird, steht in den Sternen.


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