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WINDHAAG. Begeistert vom Green Belt Center, von Windhaag und vom Mühlviertel, seiner Landschaft und seinen offenen Menschen war die Wandergruppe München, die kürzlich zu Gast am Grünen Band war.

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Der herrliche Maitag begann mit einer Wanderung, geführt vom urigen, geschichtskundigen und unterhaltsamen Windhaager Wanderführer Franz Reindl. Der Weg führte vom Marktplatz zur Europäischen Wasserscheide, weiter über den Skulpturenweg des Künstlers Gerhard Eilmnsteiner in Pieberschlag, durch den Wald zum Zusammenfluss von Maltsch und Felberbach. Hier begann der Urwald richtig, dem ehemaligen Todesstreifen, durch den ein idyllischer Kreuzweg in den verlassenen Grenzort auf tschechischem Staatsgebiet Cetviny (Zettwing) führt. Diese Strecke ist ein ganz kurzer Abschnitt des ehemaligen eisernen Vorhangs, der sich von Lappland bis zum Schwarzen Meer erstreckte.

Nach Besichtigung der Kirche, die zur Zeit mit österreichischen und EU Fördermitteln wieder renoviert wird, marschierte die Gruppe, immer den Erzählungen von Reindl lauschend, weiter in die kleine Ortschaft Mairspindt, wo Dorfwirtin Maria Steininger mit Mühlviertler Spezialitäten wartete.

Ihr Guide für den Nachmittag, Heinz Grasner wanderte mit der Gruppe zur voll funktionsfähigen Hofwieshammerschmiede und zur Venetianersäge (erfunden von Leonardo da Vinci) Felbermühle. Die Funktion beider wasserbetriebenen Werke führte er mit großer Sachkunde und in lebendiger Art und Weise vor. Als krönenden Abschluss führte Graser in mitreißenden Erklärungen durch das Green Belt Center. Es dokumentiert in eindrucksvoller Art und Weise das grüne Band Europas, das ehemalige Niemandsland, das heute ein Biotop für viele Pflanzen und Tiere ist.

Ausklingen ließ die Wandergruppe den anstrengenden aber hoch interessanten Tag, der ihnen noch lange in Erinnerung bleiben wird, bei den Wirtsleuten in Mairspindt mit köstlichen Mehlspeisen, wie Hoarraffenudeln und Krapfen, die man in Bayern „Ausgezogene“ nennt.


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Gastuser
Gastuser
01.06.2018 18:25

Münchner Wandergruppe

So ein toller und ehrlicher Bericht ! Herr Hans Binder ist ein gebürtiger Gutauer und lebt jetzt in München. Die Gruppe kommt viel in der Welt umher und war einfach total begeistert vom Angebot in unserer kleinen Gemeinde. Sie kommen nächstes Jahr wieder. Dieser Artikel mit den Fotos ist wirklich sensationel und tut der ganzen Region gut. Besonders aber Windhaag und seinen Bewohnern, nach den vielen "Negativ Meldungen" übers Greenbeltcenter in der letzten Zeit! Besonders das Foto mit den Hoarraffernudeln beim Wirt in Mairspindt. (Klopf) Herr Graser hat ihnen ja im Greenbeltcenter vom Flachsanbau in früheren Zeiten in Windhaag berichtet! Maria