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BEZIRK FREISTADT. Das Konzept der OurPower Energie-Cooperative geht auf: Ökostrom direkt von Nachbarn oder Freunden zu beziehen, findet bei vielen Menschen Anklang. Die Betreiber von Photovoltaik-, Wasser-, Wind- und Biomasseanlagen sehen im neuen Marktplatz für Ökostrom gute Möglichkeiten, ihre Anlagen zu fairen Preisen weiter zu betreiben oder sogar ausbauen zu können.

  1 / 6   Ein Teil des Gründerteams von ourpower: Johann Moser vom Windpark Spörbichl, Johann Litschauer, Betreiber eines Wasserkraftwerkes in Leopoldschlag, Gerald Ziegler, Betreiber einer Biogasanlage in Freistadt, Martin Fleischanderl, Geschäftsführer von Helios Foto: ourpower

Sehr gut besucht waren die ersten Infoabende zum Thema „Ökostrom für alle“ in Windhaag und im Salzhof Freistadt, zu denen der Verein Energiebezirk Freistadt (EBF) und Helios eingeladen hatten. Warum in Sachen Stromversorgung mit der neuen Energie-Cooperative gemeinsame Sache gemacht wird, brachten die Vortragenden schnell auf den Punkt: Es werden dieselben Ziele verfolgt. EBF, Helios und OurPower wollen jetzt und gemeinsam den Ausbau der erneuerbaren Energien vorantreiben. Dadurch bleiben die Wertschöpfung und die regionale Investitions- und Kaufkraft in der Region. Aktuell geben die Freistädter pro Jahr rund 100 Mio. Euro für die Energieversorgung aus. Der Großteil davon fließt aus der Region ab.

Neuer Marktplatz für Ökostrom

Und genau das soll sich durch OurPower, den neuen Marktplatz für Ökostrom, ändern. Dieser ermöglicht es erstmals, den Strom direkt von Nachbarn und Freunden unkompliziert zu beziehen. Das Stromgeld wird damit vor Ort in Freistadt und nicht irgendwo anders zum Geldstrom für die Energiewende. Die regionalen Anlagenbetreiber bieten den Strom den Verbrauchern am Online-Marktplatz zu fairen Preisen an – es werden direkte Energiebeziehungen aufgebaut. Lediglich die Ausgleichsenergie muss überregional austariert oder zu Zeiten der Überproduktion überregional abgegeben werden. Dafür sorgt OurPower im Hintergrund. Personen, die sich am Marktplatz beteiligen und Strom kaufen, helfen den Weiterbetrieb bestehender Anlagen zu garantieren und treiben zugleich den Ausbau neuer Photovoltaikanlagen voran. Damit ermöglichen sie es auch, dass Verbrauch und Produktion sich immer kleinräumiger die Waage halten können.

Schon mehr als 90 Mitglieder

Dass dies nur im Energie-Mix und im Wissen der jeweiligen Vor- und Nachteile der anderen Technologien funktionieren kann, waren sich die lokalen Experten in der Interviewrunde einig. Auf mehr als 90 Personen ist die Mitgliederanzahl bei OurPower nach den beiden Info-Abenden angestiegen. Die Menschen identifizieren sich bereits mit der neuen Energie-Cooperative, resümieren Martin Fleischanderl und Norbert Miesenberger von Helios und vom EBF zufrieden.

Wie kommt man ins Tun?

Selber ins Tun kommen kann man bei OurPower über drei Möglichkeiten. Erstens, indem man Stromkunde wird und nach einer Startphase von ca. drei Monaten selbst seine Lieferanten auswählen kann. Oder zweitens, indem man Prosumer wird, sprich neben dem eigenen Strombezug den überschüssigen Strom der eigenen Photovoltaik-Anlage am Marktplatz anbietet. Und schließlich drittens, indem man Teil der Genossenschaft wird. Nähere Infos unter www.ourpower.coop oder im Regionalbüro, Tel.: 07941/21222


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