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WINDHAAG/PERG. Ein unglaublich dramatisches und von Stürzen geprägtes Rennen bekamen am Samstagabend die Mountainbikefans beim ASVÖ Österreich Grand Prix in Windhaag bei Perg zu sehen.

  1 / 2   Tour de France-Teufel Didi Senft bezog wie gewohnt beim Höllenloch Position und feuerte die Starter beim ASVÖ Österreich Mountainbike Grand Prix in Windhaag – hier im Bild Herrensieger Gregor Raggl – lautstark an. Fotos: Berles

Bereits in der Startrunde konnte sich eine 7-Mann starke Gruppe um den Tiroler Gregor Raggl und dem Esten Martin Loo absetzen. Nicht dabei war überraschend der vierfache Windhaag-Gewinner Karl Markt. Die Schlüsselpassage Höllenloch forderte in der Folge ihren Tribut. Zuerst erwischte es mit Timofei Ivanov einen der großen Favoriten, als er auf einer Wurzel in der Anfahrt wegrutschte und mit einer leichten Knieverletzung bereits in der dritten Runde aufgeben musste. In der vierten Runde kam es zur vorentscheidenden Szene, als der Italiener Andrea Righettini durch einen Sturz die Durchfahrt versperrte und damit die zu diesem Zeitpunkt in Front liegende Vierergruppe teilte. Nur Martin Loo, durch das Missgeschick von Righettini unglücklich abgehängt, konnte schließlich wieder zur Spitzengruppe aufschließen. Technisch extrem stark hat Gregor Raggl den Esten in den schwierigen Passagen der letzen beiden Runden immer wieder distanzieren können, Loo aber hat durch einen beherzten Kampf bis zum Ende wiederholt den Anschluss geschafft. Schließlich kam es zum Zielsprint, den Gregor Raggl hauchdünn für sich entschieden hat. Als Dritter setzte U23-Starter und Nachwuchshoffnung Max Foidl ein großes Ausrufezeichen. Righettini belegte schließlich noch den vierten Rang, knapp vor Karl Markt. Der Olympia-Fünfte Jhonnatan Botero aus Kolumbien konnte um die Podestplätze nicht mitkämpfen und landete im Feld.

Lisi Osl zum 7. Mal ganz oben am Podest

Ungewohnt schwer wurde es im Damenbewerb dieses Jahr dem Liebling der heimischen Mountainbike-Fans, Lisi Osl, gemacht. Neben der selektiven Strecke im Schlossgraben von Windhaag mit den Downhill-Passagen Höllenloch und Ruine war es vor allem die Trockenheit und der starke Wind, der bei Abfahrten für zusätzliche Probleme gesorgt hat. Dadurch wurde die Strecke extrem rutschig und die Sprünge waren nur schwer berechenbar. Osl konnte sich schließlich neben viel Kondition auch mit Routine durchsetzen, immerhin hat die Tirolerin das Rennen damit zum 7. Mal gewonnen. Die Zweite, Marlena Drozdziok, aus Polen, konnte das Rennen über lange Zeit offen halten und hatte im Ziel schließlich nur wenige Sekunden Rückstand auf die derzeit unter den Top-25 der Weltrangliste rangierenden Tirolerin. Mit den 50 Punkten aus Windhaag kann sich Osl auch in der UCI-Wertung deutlich unter die ersten 20 schieben und damit im Weltcup die Startposition entscheidend verbessern. Auf dem dritten Rang war mit Janka Keseg Stevkova ebenfalls eine alte Bekannte und ehemalige Windhaag-Siegerin zu finden.

Sensationelle Fahrt von Junioren-Europameisterin

Enorm stark präsentierte sich bei den Juniorinnen die Tirolerin Laura Stigger. Im zeitgleich mit der Damen Elite gestarteten Bewerb kam die junge Athletin nach drei Runden und sensationeller Fahrt noch vor Lisi Osl ins Ziel und konnte sich als Siegerin feiern lassen. Eine weitere Talentprobe der mehrfachen Junioren-Europameisterin.


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